Feiern mit Putin, während Russland die Ukraine bombardiert: Gerhard Schröders Geburtstagsbesuch in Moskau sorgt für Empörung. Auch aus der SPD kommt scharfe Kritik.
Heftige Kritik an deutschem Ex-PolitikerPutin-Party, während Bomben fallen: „Bin fassungslos“

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Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) hält einen Regenschirm in der Hand, während er am 2. Oktober 2026 bei einem Besuch eines Truppenübungsplatzes in der Region Tscheljabinsk im Regen steht.
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Nach dem Treffen von Altkanzler Gerhard Schröder mit Kremlchef Wladimir Putin an dessen Geburtstag kommt auch aus seiner eigenen Partei scharfe Kritik. Dieser Besuch sei „völlig inakzeptabel“, sagte SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“.
„Russland führt einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat unermessliches Leid über die Menschen dort gebracht.“
„Es macht mich fassungslos“
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller äußerte sich entsetzt: „Es macht mich fassungslos, dass Altbundeskanzler Gerhard Schröder fröhlich mit Kriegsverbrecher Wladimir Putin die Sektkorken knallen lässt, während Russland die Ukraine zeitgleich und unerbittlich mit Angriffen überzieht“, sagte sie den Funke Medien.
Mit seiner Reise zeige Schröder, wie weit er sich von den fundamentalen Prinzipien der Sozialdemokratie entfernt habe.

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Verstehen sich offensichtlich ganz gut: Altkanzler Gerhard Schröder (links) neben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, während sie dessen Geburtstag feiern.
Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, äußerte sich ebenfalls kritisch. Zwar brauche es diplomatische Initiativen, um den Krieg zu beenden, und Schröder könne dabei eine Rolle spielen, sagte Ott den Funke Medien. Die Bilder seines Russland-Besuchs seien allerdings nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. „Solche Bilder helfen nicht dem Frieden, sondern vor allem der russischen Propaganda.“
Nach Kreml-Angaben hatte Schröder am Mittwoch mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert. Der Sozialdemokrat Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Der 82-Jährige ist mit Putin befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung und seines Engagements für russische Unternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen. (dpa)
