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„Ein Schiff hat es geschafft“Deutscher Frachter durchquert die gefährliche Straße von Hormus

Containerschiff

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Vier Containerschiffe von Hapag-Lloyd sitzen den Angaben nach noch im Golf fest. (Archivbild)

Ein Schiff entkommt, doch vier weitere stecken noch fest.

Aufatmen bei der deutschen Reederei Hapag-Lloyd: Einem ihrer Containerschiffe ist die heikle Durchfahrt durch die Straße von Hormus gelungen. Doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt, denn vier weitere Frachter sitzen weiter fest.

Wie eine Sprecherin von Deutschlands größter Containerreederei bestätigte, hat ein Schiff der Flotte den Persischen Golf durch die Straße von Hormus verlassen. „Ein Schiff hat es geschafft“, sagte sie. Bei dem Schiff handelt es sich um die „Tema Express“. Laut Trackingdaten befindet es sich inzwischen im Golf von Oman, nördlich der omanischen Küste, wie die dpa meldet.

Über den genauen Zeitpunkt der gefährlichen Durchfahrt machte die Konzernsprecherin aus Sicherheitsgründen keine Angaben. Die Lage in der Region bleibt extrem angespannt.

Vier weitere Schiffe sitzen im Golf fest

Für vier weitere Containerschiffe der Hamburger Reederei geht das Warten und die Ungewissheit weiter. Sie sitzen demnach noch immer im Persischen Golf fest. Ursprünglich waren es sogar sechs Schiffe, doch bei einem lief der Chartervertrag aus.

Laut der Firmenwebsite lag die „Tema Express“ am 7. April noch im Golf. Das bedeutet, das Schiff muss die Meerenge irgendwann im April passiert haben, als die Bedrohungslage besonders hoch war.

Reederei-Chef sah keine Chance für Passage

Die erfolgreiche Durchfahrt hat einen überraschenden Beigeschmack. Erst am Donnerstagabend hatte der Chef von Hapag-Lloyd, Rolf Habben Jansen, erklärt, es gebe keine Möglichkeit einer Durchfahrt durch die Straße von Hormus und man warte auf eine Gelegenheit. Die Sprecherin betonte jedoch, dass diese Aussage zum damaligen Zeitpunkt zutraf und die Situation weiterhin gefährlich sei.

Die „Tema Express“ ist nicht das einzige Schiff, dem die Passage in letzter Zeit gelang. Mitte April hatten bereits zwei Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises und ein Schiff von MSC Cruises die Meerenge durchquert.

Iran verstößt gegen internationales Seerecht

Die Straße von Hormus ist alles andere als eine sichere Route. Seit Ausbruch des Krieges bedroht der Iran die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge südlich des Landes. Der Schiffsverkehr ist deshalb weitgehend zum Erliegen gekommen. Nach Ansicht von Experten verstößt das Vorgehen des Irans klar gegen das internationale Seerecht. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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