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Golf-Konflikt eskaliert:Panik-Flucht im Privatjet zu Horror-Preisen

Iran-Krieg - Dubai

Copyright: Fatima Shbair/AP/dpa

Auch mit Privatjets wollen Menschen aus der Golfregion ausreisen. (Archivbild)

Inmitten des sich zuspitzenden Konflikts mit dem Iran versuchen etliche Menschen, die Golfregion per gechartertem Privatjet zu verlassen, während Zehntausende festsitzen. Charterflug-Anbieter verzeichnen einen gewaltigen Ansturm, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Man habe „eine sehr hohe Zahl an Anfragen von Menschen erhalten, die Dubai schnell verlassen wollten“, teilte der Anbieter Global Charter mit. Auch die Firma Jet-VIP sprach von einer gestiegenen Nachfrage. Überraschend: „Nicht nur die üblichen Kunden, sondern auch Geschäftsreisende und Familien hätten sie kontaktiert“, offenbarte Unternehmenschef Altay Kula.

Doch dieser Ausweg ist sündhaft teuer. Die Tarife für solche Flüge seien „deutlich höher als normalerweise“, hieß es von Global Charter. Als Gründe werden unter anderem verschärfte Versicherungsbedingungen genannt. Kula erklärte die Preisexplosion auch damit, dass Flugrouten zur Umgehung gefährlicher Lufträume verlängert werden müssen. Zudem trifft eine riesige Nachfrage auf eine begrenzte Zahl an verfügbaren Jets und Personal. Genaue Summen nannten die Firmen nicht.

Ähnlich wie bei staatlichen Rückholaktionen starten die Privatjets für die Kunden meist nicht direkt aus Dubai. Global Charter flog seine Passagiere vor allem von Maskat im Oman aus. Jet-VIP nutzte ebenfalls Airports im Oman und in Saudi-Arabien. Die Reiseziele der Fliehenden sind vielfältig und reichen von London und Paris über Bangkok und Istanbul bis hin zu den Malediven.

Etliche Menschen sitzen am Golf fest

Aufgrund der Eskalation im Nahost-Konflikt seit dem Wochenende sind zehntausende Menschen in der Gegend gestrandet. Darunter Urlauber und Reisende, die die Flughäfen dort als Umsteigepunkt nutzen wollten. Viele Golfstaaten haben ihren Luftraum dichtgemacht, während Kreuzfahrtschiffe in den Häfen ausharren müssen. (red)

Auslöser waren Luft- und Raketenattacken durch Israel und die USA auf den Iran am Samstagmorgen. Berichten zufolge kamen dabei Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und andere führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats ums Leben. Die Streitkräfte des Iran antworteten mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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