Protest gegen G7-Gipfel: Genf fürchtet Krawalle
Genf riegelt sich abWegen G7-Gipfel: Stadt fürchtet Krawalle bei Massen-Protest

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Viele fordern mehr Unterstützung für Palästinenser beim Protestmarsch in Genf.
In Genf, der Schweizer Stadt an der Grenze, ist ein riesiger Protestzug gestartet. Unter dem Leitspruch „No G7“ stellen sich die Teilnehmenden gegen das kapitalistische System, verlangen stärkere Hilfe für die Palästinenser und verfolgen zahlreiche andere Ziele.
Die Aktion zielt auf das Gipfeltreffen der Anführer von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA ab. Dieses soll am Montag (14. Juni 2026) in Evian in Frankreich starten. Der Ort ist lediglich etwa 50 Kilometer weit weg. Die Demonstration wurde eilig in Genf registriert, da die französischen Behörden nach Auskunft der Genfer Verwaltung keine Demonstrationen erlauben wollten.
Sorge in Genf: Eskalation wie 2003 befürchtet
In der gesamten Stadt ist die Furcht vor Krawallen greifbar. Zahlreiche Ladenbesitzer und Hotelbetreiber sicherten ihre Fronten mit Holzplatten. Noch immer sind die massiven Zerstörungen von einem Protestzug im Jahr 2003 präsent.
Auch seinerzeit richtete sich der Unmut gegen ein Gipfeltreffen in Evian. An diesem nahm damals noch Russland teil, es handelte sich also um einen G8-Gipfel. Die damalige Demonstration eskalierte mit Gewalttaten und der Plünderung von Geschäften.

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Eine Koalition aus rund 60 Gruppen hat zum Protest gegen die G7 aufgerufen.
Massives Polizeiaufgebot in der Stadt
Diesmal möchten die Genfer Ordnungskräfte gewappnet sein und haben Unterstützung aus der gesamten Schweiz mobilisiert. Seit 48 Stunden überprüfen tausende Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet Fahrzeuge und die Ausweise von Fußgängern.
Unter blauem Himmel kamen laut ersten Hochrechnungen einige tausend Personen in einer Grünanlage unmittelbar am Ufer des Genfersees zusammen. Zahlreiche Demonstrierende zeigten palästinensische Flaggen und reckten Transparente in die Höhe.
Hinter dem Aufmarsch steht ein breites Bündnis von etwa 60 unterschiedlichen Organisationen. Dazu zählen Feministinnen, Repräsentanten von Gewerkschaften, Kurden sowie ein „revolutionärer Block“, wie von einer Sprecherin zuvor bekannt gegeben wurde. Die Behörden rechneten mit einer Teilnehmerzahl von bis zu 50.000 Menschen. (dpa/red)
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