Fridays for Future contra Grüne  Frontfrau Carla Reemstma mit deutlicher Ansage

Fridays für Future: Viele junge Menschen gehen für den Klimaschutz auf ie Straße (hier zwei Demonstrantinnen im Februar 2022). Nun hat sich der Frankfurter Twitter-Account öffentlich mit den Grünen angelegt.

Fridays für Future: Viele junge Menschen gehen für den Klimaschutz auf die Straße (hier zwei Demonstrantinnen im Februar 2022). Nun hat sich der Frankfurter Twitter-Account öffentlich mit den Grünen angelegt.

Gegenwind für die Grünen: Vor dem deutschlandweiten Klimastreik am Freitag bekamen sie öffentlich einen bitterbösen Kommentar der „Fridays for Future“-Aktivisten aus Frankfurt. Doch längst nicht alle reagieren darauf positiv.

Der Kampf gegen den Klimawandel ist eines der Hauptziele der Grünen. Aber vielen jungen Menschen geht es nicht schnell genug mit diesem wichtigen Anliegen - und so hat die „Fridays for Future“-Bewegung (FFF) weiter großen Zulauf.

Seit 2018 demonstriert die Bewegung für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Für Freitag, 25. März 2022, riefen Aktivistinnen wie Greta Thunberg, Luisa Neubauer und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter wieder zum großen Klimastreik auf.

Immer dabei bei den Protestaktionen: Die Grünen. Und so machte die Partei über ihre sozialen Netzwerke auf die Aktion aufmerksam: „Am Freitag ist deutschlandweit Klimastreik. Sei dabei am 25. März.“

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Fridays For Future mit bösem Tweet gegen die Grünen

Doch FFF zeigt den Grünen prompt die kalte Schulter. FFF attackierte die Grünen sogar: „Wir demonstrieren nicht mit euch, sondern gegen euch. Nur so zur Info“, twitterte der Frankfurter Account der Bewegung. Und sorgte damit für Aufruhr - nur einen Tag nach der Debatte um die Absage an die Sängerin Ronny Maltzahn, weil sie als Weiße Dreadlocks trage – und sie das aus politischen Gründen ablehnen.

Ablehnung schlägt von ihnen nun auch in Richtung der Grünen. Die Erklärung folgt in den Kommentaren später: Der Protest richte sich gegen die Regierung – und die Grünen seien Teil der Regierung.

Carla Reemtsma, Fridays for Future-Aktivistin, steht während einer Pressekonferenz zu den Erwartungen an das Klimakabinett und zum bevorstehenden internationalen Streik. +++ dpa-Bildfunk +++

Fridays for Future-Frontfrau Carla Reemtsma, hier am 18. September 2019, kritisiert die Grünen.

FFF-Frontfrau Carla Reemtsma erklärte in der „Bild“: „Die Grünen tragen Entscheidungen mit, die nicht vereinbar sind mit dem, was sie sagen - insbesondere nicht mit dem 1,5 Grad-Ziel.“

Fridays for Future: Ärger mit den Grünen

Es gab aber auch Kritik an dem Bruch mit den Grünen: „Das ist das, was mich stört. Statt sich zusammenzutun, spaltet man sich“, lautet ein Kommentar. Und ein weiterer: „Wir brauchen Mehrheiten für Klimaschutz und nicht GEGEN die Grünen oder sonst irgendeine Partei.“

Ein anderer fasste es dann trockener zusammen: „Juhu nach 40 Jahren: Endlich gehören die Grünen zum bösen Establishment.“

Fridays for Future: Kritik wegen der Katar-Tour von Robert Habeck?

Kritisch dürfte den Fridays for Future-Aktivisten sicher unter anderem der Plan sein, russisches Gas durch Flüssiggas aus Katar zu ersetzen. Der grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52) war in dieser Woche auf Einkaufstour im Nahen Osten.

Die Frustration unter den jungen Demonstranten wächst jedenfalls, weil sie sich offenbar von einer grünen Regierungsbeteiligung mehr Klimapolitik erhofft hatten.

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