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Der große KI-FehlerStudie zeigt: Firmen nutzen KI, aber sparen an den Schulungen.

OpenAI

Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Generative KI wie etwa ChatGPT ist in vielen Branchen schon längst im Arbeitsalltag angekommen. (Archivbild)

KI-Nutzung in Firmen top, doch die Schulungen sind ein Flop.

Eine brandneue Untersuchung sorgt für Wirbel: In deutschen Firmen ist generative KI längst angekommen, doch die Schulung der Belegschaft hinkt massiv hinterher. Das enthüllen Zahlen, die vom Marktforschungsinstitut Forsa für den TÜV-Verband gesammelt wurden. Obwohl 56 Prozent der Firmen im Arbeitsalltag auf Werkzeuge wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Copilot zurückgreifen, haben nur magere 27 Prozent ihrer Angestellten dafür eine Fortbildung erhalten. Das ist besonders brisant, da die Hälfte der Unternehmen selbst einen hohen oder sogar sehr hohen Bedarf an Weiterbildung in diesem Bereich einräumt.

Experte warnt: Diese Wissenslücke ist gefährlich

Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, findet dazu klare Worte und warnt vor den Konsequenzen. „Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst im Arbeitsalltag angekommen, aber der Kompetenzaufbau hält mit der Nutzung nicht Schritt“, so Bühler laut dpa. Er macht unmissverständlich klar: „Wer KI produktiv und sicher einsetzen will, muss gezielt in die Qualifizierung der Beschäftigten investieren.“

Konzerne vorn, Mittelstand pennt

Die Daten zeigen eine krasse Kluft je nach Firmengröße. Während große Konzerne mit über 250 Mitarbeitern das Thema ernst nehmen, scheint der Mittelstand den Anschluss zu verpassen. Laut der Erhebung haben bei den großen Playern schon fast die Hälfte (49 Prozent) ihre Leute geschult. Ganz anders die Lage bei mittleren Firmen (50 bis 249 Angestellte), wo die Quote bei nur 32 Prozent liegt. Bei kleinen Betrieben mit 20 bis 49 Beschäftigten sieht es mit 21 Prozent sogar noch düsterer aus. „Angesichts der Bedeutung von Künstlicher Intelligenz geht der Kompetenzaufbau insbesondere im Mittelstand nur langsam voran“, kritisiert Bühler. Sein Appell: Die Firmen müssen mehr Geld für KI-Kurse in die Hand nehmen, und die Politik sollte solche Fortbildungen stärker unterstützen.

Grundlage der Studie ist eine repräsentative Forsa-Erhebung in Deutschland. Hierfür wurden 500 Unternehmen mit mindestens 20 Angestellten per Zufall ausgewählt. Die Antworten der zuständigen Manager, Geschäftsführer und Vorstände wurden in Telefoninterviews gesammelt, die computergestützt im Zeitraum vom 26. Januar bis zum 11. März stattfanden. Laut Forsa gelten die Ergebnisse als repräsentativ für Firmen dieser Größenordnung.

Das ist der eigentliche Hammer: Die meisten Firmen wissen es eigentlich besser. Eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent bezeichnet die Qualifizierung der Belegschaft als wichtig oder sogar sehr wichtig. Drei Viertel (75 Prozent) behaupten sogar, dass bei ihnen jeder die Chance auf eine Fortbildung hat. Doch die Realität sieht anders aus: Nur mickrige 29 Prozent der befragten Firmen haben ihre Ziele zur Weiterbildung überhaupt schriftlich festgehalten. Ein Lippenbekenntnis mit Folgen.

TÜV-Geschäftsführer Bühler sieht darin eine verpasste Chance, gerade in der aktuellen Wirtschaftslage. Er kritisiert, dass viele sparen, wo es am meisten wehtut. „In wirtschaftlich angespannten Zeiten wird Weiterbildung oft zurückgestellt. Genau das ist der Fehler. Gerade jetzt liegt die Chance darin, freie Kapazitäten gezielt für Qualifizierung zu nutzen“, erklärt Bühler. Seine Botschaft an die Chefs ist unmissverständlich: „Wer heute in KI-, Digital- und Cyberkompetenzen investiert, verschafft sich morgen den entscheidenden Vorsprung.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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