Schock für die Deko-Branche: Depot ist nun endgültig zahlungsunfähig, Hunderte Angestellte verlieren ihre Arbeit. Der Eigentümer gibt den Kampf um die Marke aber nicht auf.
DEPOT vor dem AusHunderte Jobs bedroht

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Die Deko-Kette DEPOT steht endgültig vor dem Aus
Eine bittere Nachricht für alle Deko-Fans und besonders für die Angestellten: Die GDC Deutschland GmbH, die Firma hinter der bekannten Kette DEPOT, beendet zum 30. September ihren Geschäftsbetrieb vollständig. Sämtliche Arbeitsverhältnisse und auch die Mietverträge enden zu diesem Datum. Für etwa 730 Angestellte bedeutet dies den Verlust ihres Arbeitsplatzes.
Die schlechte Nachricht wurde der Belegschaft von Inhaber Christian Gries schon am Mittwoch mitgeteilt. Ursache für diesen radikalen Schritt ist die sogenannte Masseunzulänglichkeit – das heißt, die finanziellen Mittel des Unternehmens sind erschöpft und reichen nicht mehr, um alle Verbindlichkeiten zu decken. Das berichtet „t-online“.
Gries will jedoch am Markennamen festhalten und bemüht sich um eine Fortsetzung. Sein Plan sieht vor, den Namen DEPOT auf ein neues Unternehmen zu übertragen und mit einer erheblich reduzierten Belegschaft neu anzufangen. Er verspricht: „Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden“.
Was passiert mit der DEPOT Filiale in Köln?
Nicht alle der circa 50 übrigen Geschäfte sollen endgültig geschlossen werden. Wie viele der Standorte aber erhalten bleiben können, ist zurzeit noch offen. Gries führt außerdem Gespräche über die Weiterführung der kleinen DEPOT-Verkaufsflächen, die in Supermärkten wie Rewe und Edeka zu finden sind.
Für die Firma mit Sitz im unterfränkischen Großostheim ist dies nach 2024 bereits die erneute Zahlungsunfähigkeit, welche im Mai in Eigenverwaltung angemeldet wurde. Gries benannte als Ursachen für die Krise Zölle, den enormen Wettbewerbsdruck durch Online-Riesen wie Temu sowie die merklich gesunkene Konsumstimmung bei den Leuten.
Der Abstieg vollzog sich in Etappen: Bereits Ende Juni war die Schließung von 66 der zu dem Zeitpunkt noch 150 Filialen bekannt gegeben worden, worauf Anfang August etwa 30 weitere folgten. Schon Ende Juli verloren 350 Personen ihre Anstellung. In seinen Glanzzeiten zählte DEPOT einst um die 400 Läden. Die Kette steht mit ihren Problemen nicht alleine da; der gesamte deutsche Einzelhandel leidet unter der Konsumzurückhaltung der Verbraucher und der wachsenden Online-Konkurrenz. (red)
