Wegen der Cum-Ex-Affäre überweist die Deutsche Bank eine Millionensumme.
Steuer-Skandal um Cum-ExDeutsche Bank zahlt Millionen-Summe

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Die Deutsche Bank zahl im Cum-Ex-Skandal Millionen (Archivbild)
Für die Bank ist die Sache aber noch lange nicht gegessen.
Um sich von einem Teil ihrer Verwicklungen in die Cum-Ex-Steueraffäre zu befreien, überweist die Deutsche Bank eine Millionensumme an die Staatskasse. Der Dax-Konzern erzielte eine Übereinkunft mit dem Staat und weiteren Geldhäusern im Zoff um Steuerrückzahlungen für diverse Cum-Ex-Fonds.
Die Deutsche Bank beglich für die beiden Fonds Baca und JS Futures eine Steuerschuld in Höhe von 29 Millionen Euro und überwies den Betrag an das Bundeszentralamt für Steuern. Diese Information stammt aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens, worüber zuerst das „Handelsblatt“ schrieb. Die gesamte Steuerschuld belief sich auf 85 Millionen Euro. „Die Bank hat sich an einer einvernehmlichen "Pool-Lösung" beteiligt, um Rechtsfrieden herzustellen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank.
Cum-Ex-Kapitel für die Bank noch nicht zu
Die gesamte Cum-Ex-Thematik ist für die Deutsche Bank damit jedoch keineswegs abgeschlossen. Aufgrund der unrechtmäßigen Aktiendeals fand im Jahr 2022 sogar eine Razzia in dem Finanzinstitut statt. Der Geschäftsbericht des Instituts listet zusätzliche Untersuchungen im Zusammenhang mit Cum-Ex auf. Man arbeite mit den Strafverfolgern zusammen, wird mitgeteilt.
Staat um Milliarden geprellt
Durch die Cum-Ex-Geschäfte wurde der deutsche Fiskus um schätzungsweise mindestens zehn Milliarden Euro geschädigt, wie die „dpa“ meldet. Investoren ließen sich bei diesen Aktientransaktionen, die ihren Höhepunkt bis 2011 hatten, eine nur einmal entrichtete Abgabe mithilfe von Kreditinstituten mehrfach zurückgeben. Zu diesem Zweck verschob man Aktienpakete im Zeitraum des Dividendenstichtags blitzschnell. Schlussendlich erstatteten die Steuerbehörden Abgaben, die tatsächlich niemals entrichtet wurden. Die Politik beendete diese Praxis erst im Jahr 2012 durch eine Gesetzesänderung.
Viele Geldinstitute sind in die Affäre involviert. Mittlerweile sind etliche Angeklagte rechtskräftig verurteilt, zu ihnen zählt auch die zentrale Figur Hanno Berger. (red)
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