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Corona Kommt die Maskenpflicht zurück? Lauterbach spricht Klartext

Die Hoffnungen liegen auf dem Sommer. Dann soll sich die Corona-Lage entspannen. Schon jetzt geht die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz zurück. Doch Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat bereits den kommenden Herbst im Visier.

Mit Blick auf den kommenden Herbst hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür ausgesprochen, das Infektionsschutzgesetz erneut zu ändern. So soll gegebenenfalls auch Maskenpflichten in Innenräumen wieder angeordnet werden können.

„Im Herbst wird sich die Lage wieder ändern, dann steigen die Fälle, dann gibt es wahrscheinlich neue Corona-Mutationen, oder die Fallzahl mit Omikron-Infektionen steigt stark. Deshalb müssen wir bis dahin das Infektionsschutzgesetz noch mal überarbeiten“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“. Es könne dann durchaus wieder nötig sein, das Maskentragen in Innenräumen zur Pflicht zu machen.

Karl Lauterbach: Scheitern der Impfpflicht „eine bittere Enttäuschung“

Nach dem aktuell gültigen Infektionsschutzgesetz sind etwa Maskenpflichten nur noch in wenigen Bereichen wie Arztpraxen oder öffentlichen Verkehrsmitteln erlaubt. Um weitergehende Maßnahmen anordnen zu können, müssen die Bundesländer per Landtagsbeschluss Regionen zu Hotspots erklären. Aber auch diese Hotspot-Regel und die Maskenpflicht in Praxen, Bussen und Bahnen dürfen laut Gesetz nur bis zum 23. September angewandt werden.

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Das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht im Bundestag nannte Karl Lauterbach im „BamS“-Interview „eine bittere Enttäuschung“. „Aber nach einem guten Sommer kann uns die große Impflücke einen harten Herbst bescheren. Dann erwarten viele Wissenschaftler die nächsten Wellen.“

Unterdessen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen, 17. April 2022, mit 834,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 876,5 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 39 784 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Auch an Feiertagen sind weniger Meldungen zu erwarten. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 36 Todesfälle. (dpa)

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