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Hochzeit auf SyltMassive Kritik an Kirchen-Kulisse: Jetzt äußert sich Christian Lindner

Bundesfinanzminister Christian Lindner und seine Lebensgefährtin Franca Lehfeldt küssen sich auf ihrer Hochzeit

Finanzminister Christian Lindner und seine Lebensgefährtin Franca Lehfeldt haben am 7. Juli 2022 geheiratet.

Die Hochzeit von Christian Lindner und seiner Lebensgefährtin Franca Lehfeldt wurde vielfach kritisiert – jetzt hat sich der Bundesfinanzminister zu den Umständen geäußert.

Haben Christian Lindner (43) und seine Lebensgefährtin Franca Lehfeldt (33) die Kirche auf Sylt nur als Kulisse für ihre Hochzeit benutzt? Da beide aus der Kirche ausgetreten sein sollen, kritisierten und hinterfragten viele die kirchliche Trauung – jetzt hat sich der Bundesfinanzminister verteidigt.

„Ja, ich bin mit 18 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten“, bestätigte Christian Lindner gegenüber dem christlichen Magazin „chrismon“ am 12. Juli 2022, wollte dabei aber nur für sich selbst sprechen. Wie das glückliche Paar dann kirchlich heiraten konnte und wieso sie sich für eine solche Trauung entschieden haben, hatten viele Kritiker und Kritikerinnen irritiert in Frage gestellt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Christian Lindner: „Den Segen zu empfangen, war mir wichtig“

„Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig“, begründete Lindner die Hochzeit in der evangelischen Kirche „St. Severin“ auf Sylt vergangenen Samstag (9. Juli) und fügte hinzu: „Aus einer Kirche auszutreten bedeutet schließlich nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten.“

Alles zum Thema Christian Lindner

Er sei kein „Kirchenfeind“, hatte der Bundesfinanzminister mal im Interview der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ gesagt. Dennoch sei er mit 18 Jahren bereits aus der Kirche ausgetreten, weil „es für einen naturwissenschaftlich interessierten Menschen wie mich eine Hürde ist, sich mit metaphysischen Fragen zu beschäftigen.“

Neben der Aufregung über den Kirchenaustritt wurde ebenfalls kritisiert, dass Teile der Trauung – darunter das Security-Personal – von Steuergeldern bezahlt wurden. Aber auch, dass der FDP-Politiker inmitten von aktueller Krisen seine luxuriöse Hochzeitsfeier auf Sylt veranstaltet hatte, stieß vielen übel auf.

Lindner hielt sich zum Unmut über die pompöse Zeremonie bislang bedeckt, entgegnete aber den finanziellen Vorwürfen: „Wenn zwei Seelen um Segen bitten, sollte man nicht die finanziellen Gegenleistungen thematisieren, finde ich. Ein Gottesdienst ist eben keine Dienstleistung.“

Abschließend ergänzte der 43-Jährige noch: „Man darf aber davon ausgehen, dass der Gemeinde keinerlei wirtschaftlicher Nachteil entstanden ist. Mehr möchte ich zu diesem Aspekt nicht sagen.“ (gr)