Chinas Export-Flut trifft deutsche Firmen mit voller Wucht.
China flutet den MarktExporte nach Deutschland steigen, Importe aus Deutschland sinken.

Copyright: Yang Shiyao/XinHua/dpa
In chinesischen Häfen herrscht Hochbetrieb. Trotz Unsicherheiten durch den Iran-Krieg wächst der Außenhandel der zweitgrößten Volkswirtschaft weiter kräftig. (Archivbild)
Eine Hiobsbotschaft für die heimische Industrie. China flutet den Weltmarkt mit seinen Produkten, während unsere eigenen Ausfuhren einbrechen. Die Konsequenzen könnten wir bald direkt vor unserer Haustür spüren.
Im Mai hat China eine gewaltige Menge an Gütern global abgesetzt. Die Zollbehörden in Peking meldeten einen enormen Zuwachs von 19,4 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Brisant daran: Diese Entwicklung macht auch vor dem Handel mit Deutschland nicht halt, selbst wenn der Iran-Krieg für weltweite Verunsicherung sorgt.
Für die deutsche Wirtschaft ist das besonders schmerzhaft: Die Lieferungen aus China an uns kletterten um 9,3 Prozent. Gleichzeitig gingen unsere eigenen Verkäufe in die Volksrepublik um 6,2 Prozent zurück. Das bedeutet im Klartext: Deutschland importiert zunehmend mehr aus China, während die Chinesen weniger bei uns bestellen.
Widerstand gegen Pekings Handelspolitik wächst
Für die Regierung in Peking ist der starke Außenhandel eine willkommene Stütze in einer angespannten Phase. Im Inland ist die Nachfrage schwach, der Immobilienmarkt bereitet Sorgen und viele Industrien haben mit Überkapazitäten zu kämpfen. Die überschüssigen Produkte drängen daher verstärkt auf den europäischen Markt.
Das führt zu erheblichen Spannungen mit den Handelspartnern. Innerhalb der EU werden die Rufe nach Schutzmechanismen für die heimische Wirtschaft immer lauter. Man will sich gegen die wachsende Menge an Importen aus China wehren, da die Belastung für die hiesigen Unternehmen steigt.
Grüne Technik und Elektronik als Export-Motor
Doch welche Produkte sind die Treiber dieses Erfolgs? Hauptsächlich sind es Elektronik- und Technologiegüter, wie sie beispielsweise für die Erweiterung von Datenzentren erforderlich sind. Zudem zählen umweltfreundliche Technologien wie Elektroautos, Lithium-Ionen-Akkus und Photovoltaik-Anlagen zu den bedeutenden Ausfuhrbereichen des Landes.
Ein außergewöhnlich starkes Wachstum gab es im Geschäft mit den USA. Die chinesischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten schnellten um bemerkenswerte 35,4 Prozent nach oben. Lynn Song, Ökonom bei der ING-Bank, führt diesen Sprung aber hauptsächlich auf einen Basiseffekt zurück. Seine Begründung: Im Mai 2025 hatte der Zollstreit zwischen den USA und China seinen Höhepunkt erreicht, was die damaligen Exportzahlen extrem drückte.
Insgesamt erreichte Chinas Handelsüberschuss die gewaltige Summe von 105,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet circa 91 Milliarden Euro). Gleichzeitig wuchsen auch die Importe des Landes kräftig an, nämlich um 27,4 Prozent. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
