Schock-Report der UN: Gewalt durch Siedler eskaliert.
Brutale Siedler-GewaltUN-Bericht: Zahl der palästinensischen Opfer mehr als verdoppelt

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Die Zahl der Gewalttaten durch israelische Siedler auf Palästinenser im Westjordanland nimmt laut UN zu.
Ein schockierender Report der Vereinten Nationen legt das Ausmaß der Gewalt offen: Aggressionen durch israelische Siedler gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung im Westjordanland haben eine neue, erschreckende Dimension erreicht. Laut einer UN-Kommission wurden allein im Vorjahr (2025) mindestens sieben Menschen getötet und 832 weitere verletzt.
Die Opferzahlen haben sich im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt, was die dramatische Zuspitzung der Lage verdeutlicht. Der Bericht dokumentiert unfassbare Taten: Im Juli 2025 griffen Siedler, eskortiert von israelischen Soldaten, palästinensische Bauern bei der Feldarbeit an. Ein Bauer starb durch einen Schuss in den Kopf, ein weiterer wurde zu Tode geprügelt.
UN-Prognose: Gewaltwelle rollt auch 2026 weiter
„Dieser Trend setzt sich auch 2026 mit täglich verübten Angriffen fort“, lautet die düstere Einschätzung der UN. Der Report legt nahe, dass israelische Behörden diese Übergriffe durch finanzielle und militärische Hilfe erst möglich machen. Zudem wird kritisiert, dass die Justiz in Israel den Gewalttätern seit Jahrzehnten Straffreiheit zusichert.
„Die unerbittlichen, täglichen Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser sind unerträglich und müssen aufhören“, erklärte der Vorsitzende der UN-Kommission, Srinivasan Muralidhar. Er appelliert an die Weltgemeinschaft, den Druck auf Israel massiv zu erhöhen, um der Gewalt gegen die Siedler ein Ende zu setzen. Erst vor Kurzem hat die EU wegen der Gewalt durch radikale Siedler aus Israel weitere Sanktionen beschlossen.
Israels Reaktion: Kritik zurückgewiesen – Medien sprechen von „jüdischem Terror“
Die israelische Regierung weist Vorwürfe bezüglich des Vorgehens von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser konsequent als haltlos zurück.
Allerdings hat die Aggression von radikalen Siedlern gegen Palästinenser und ihr Eigentum seit dem schrecklichen Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden Israels und dem nachfolgenden Krieg in Gaza spürbar zugenommen. In der israelischen Presselandschaft fällt in diesem Zusammenhang gelegentlich der Begriff „jüdischem Terror“.
Auch Hamas im Visier: Bericht listet Kriegsverbrechen auf
Der Report beleuchtet jedoch auch die Situation im Gazastreifen und die Rolle der islamistischen Hamas. Für die Jahre 2024 und 2025 listete die Kommission 249 Fälle von Exekutionen und schwerer körperlicher Gewalt auf, die zu mindestens 108 Toten und 384 Verletzten führten. An mindestens 60 dieser Geschehnisse sollen Kräfte mit Verbindungen zur Hamas beteiligt gewesen sein. Solche Handlungen werden als Kriegsverbrechen, darunter Mord und Folter, eingestuft.
Nach internationalem Recht gelten das Westjordanland und der Gazastreifen als von Israel besetzte Territorien. Dort sowie in Ost-Jerusalem leben aktuell über 700.000 israelische Siedler unter etwa drei Millionen Palästinensern. Die palästinensische Bevölkerung erhebt Anspruch auf diese Gebiete für die Gründung eines eigenen Staates. (dpa/red)
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