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Biotech-Branche in NotStudie zeigt: Investitionen brechen ein, Firmen wandern ab

Biotech

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

Biotech-Firmen in Deutschland haben 2025 weniger Geld eingesammelt. (Symbolbild)

Alarm in der Biotech-Branche: Den Firmen geht das Geld aus.

Alarmstimmung in Deutschlands Zukunfts-Laboren: Biotech-Firmen geht das Geld aus

Den hochinnovativen Unternehmen, die an den Medikamenten von morgen arbeiten, trocknen die Geldquellen aus – eine Entwicklung mit ernsten Konsequenzen, die selbst Branchengrößen wie Biontech trifft. Eine aktuelle Analyse von EY und BIO Deutschland bestätigt die düstere Lage: Im vergangenen Jahr floss spürbar weniger Kapital von Investoren in die deutschen Biotech-Schmieden. Die Gesamtsumme belief sich 2025 auf circa 1,8 Milliarden Euro, ein Minus von fünf Prozent zum Vorjahr. Besonders hart trifft es junge Start-ups, denn Investitionen aus Risikokapital brachen um ein Drittel auf nur noch 601 Millionen Euro ein, während sich das verbleibende Geld auf wenige, etablierte Unternehmen konzentriert.

„Deutschland hat ein Problem mit der Wertschöpfung von biotechnologischen Erfindungen und Entwicklungen“, warnt Viola Bronsema, Geschäftsführerin des Branchenverbands BIO Deutschland. „Die wissenschaftliche Exzellenz ist unbestritten, doch sie führt bislang nicht im gleichen Maße zu wirtschaftlicher Stärke.“

Die Krise spiegelt sich auch im Umsatz wider: Dieser sank laut der Studie 2025 um ein Prozent auf zwölf Milliarden Euro. Das ist besonders bitter für einen Sektor, der mit Firmen wie Biontech aus Mainz, Qiagen und Evotec fast 60.000 Menschen beschäftigt. Selbst die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, das Herzstück der Branche, sind geschrumpft.

Viele Firmen gehen zum Börsengang in die USA

Die Forschung an Gen- und Zelltherapien oder Impfstoffen ist extrem teuer und langwierig, weshalb Biotech-Firmen auf risikofreudige Investoren angewiesen sind. Da es in Deutschland an Kapitalgebern für große Summen mangelt, kommen die meisten aus den USA. Das führt dazu, dass viele Unternehmen, darunter auch Biontech, für ihren Börsengang an die US-Technologiebörse Nasdaq ausweichen.

Ein fatales Zeichen ist, dass im gesamten Jahr 2025 keiner einzigen deutschen Biotech-Firma ein Börsengang hierzulande gelang. Das sei eine „erhebliche Schwäche“, urteilt Klaus Ort, Senior Partner bei EY-Parthenon, denn Börsennotierungen verschaffen den Unternehmen einen breiteren Zugang zu Kapital und erleichtern Folgefinanzierungen.

Bronsema von BIO Deutschland beschreibt einen Teufelskreis: Während die Gründung von Start-ups und die erste Finanzierung in Deutschland noch solide funktionieren, gibt es beim Übergang in die Wachstumsphase massive Engpässe. Ohne ausreichend Kapital können viele junge Firmen ihre Technologien nicht bis zur klinischen Reife entwickeln. Ihnen bleibt oft nur der Verkauf an internationale Investoren oder die Verlagerung der Aktivitäten ins Ausland, wodurch Deutschland der Verlust von Talenten und wertvollem geistigem Eigentum droht. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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