Bill Gates sagt im Epstein-Ausschuss aus. Was wusste er?
„Gerechtigkeit für die Opfer“Bill Gates sagt im Epstein-Ausschuss aus und will helfen

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Bill Gates sagt im Kontrollausschuss aus.
Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates will die Ermittlungen des Epstein-Ausschusses im US-Parlament mit seiner Zeugenaussage unterstützen. Gegenüber Journalisten erklärte Gates im Kapitol vor der Anhörung, er sei erfreut, freiwillig auszusagen. Die Sitzung in Washington findet hinter verschlossenen Türen statt.
Er hoffe, seine Aussage sei für die Arbeit des Gremiums hilfreich, um „Gerechtigkeit für die Opfer“ zu erreichen, so Gates. Einzelheiten zu dem, was er sagen würde, nannte er aber nicht.
Was wusste Gates über Epsteins Machenschaften?
Der republikanische Ausschuss-Chef James Comer machte vor Beginn der Befragung klar, was die Abgeordneten wissen wollen: Sie möchten mehr über die Beziehung von Gates zu Epstein und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell erfahren. „Was hat er gesehen? Wusste er, was vor sich ging? War er in irgendetwas davon verwickelt?“, fragte Comer.
Gleichzeitig stellte der Ausschussvorsitzende aber auch klar, dass es keine Anschuldigungen eines Fehlverhaltens gegen Gates gibt. Eine wichtige Einordnung, bevor die Befragung überhaupt losging.
Politische Aufarbeitung eines riesigen Missbrauchsskandals
Die politische Aufarbeitung des kriminellen Netzwerks von Jeffrey Epstein ist die Aufgabe des Kontrollausschusses im US-Repräsentantenhaus. Der Finanzinvestor und Sexualstraftäter war 2019 verstorben. Epstein hatte über Jahrzehnte einen Missbrauchsring betrieben, dessen Opfer unzählige Frauen und Minderjährige wurden. 2019 wurde er im Alter von 66 Jahren tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden.
In Akten, die das US-Justizministerium veröffentlichen musste, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der offenbar an Gates gerichtet war. Wichtig zu wissen ist aber: Eine reine Namensnennung in den Akten sagt für sich allein noch nichts aus.
Gates nannte Treffen mit Epstein einen „Fehler“
Wie zahlreiche andere bekannte Persönlichkeiten aus vielen Nationen hatte auch Gates früher eine Verbindung zu Epstein. Der Gründer von Microsoft nannte diese Zusammenkünfte vor einigen Monaten einen Irrtum. Er versicherte allerdings, Epsteins private Karibik-Insel, die als Mittelpunkt des Rings gegolten haben soll, niemals betreten zu haben. Der Microsoft-Mitgründer unterstrich, dass er dort keinerlei Frauen begegnet sei.
Gates ist dabei nicht die erste prominente Person, die vor dem Gremium erschien. Schon vor einiger Zeit sprachen der frühere Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau separat mit den Ausschussmitgliedern. Es ist ebenfalls belegt, dass Bill Clinton eine Verbindung zu Epstein hatte. (dpa/red)
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