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Faust und MephistoTheater-Chef über neuen Kultur-Senator mit pikanter Doppelrolle

Oliver Reese

Copyright: Annette Riedl/dpa

Reese: «Das ist ein Donnerknall, mit dem kaum jemand gerechnet hat.»

Theater-Chef über Senator: „Faust und Mephisto in einer“

Ein echter Hammer in der Berliner Politik! Theater-Chef Oliver Reese nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die neue Doppel-Aufgabe für Finanzsenator Stefan Evers (CDU) geht. Nachdem die bisherige Kultursenatorin hingeworfen hat, soll Evers ihren Job kommissarisch übernehmen.

„Was für eine Pointe. Finanzsenator Stefan Evers, der in der Kürzungsdebatte zunächst vehement den Rotstift angesetzt hatte, nun kommissarisch mit dem Kulturressort zu betrauen – das ist ein Donnerknall, mit dem kaum jemand gerechnet hat“, so die Worte des Leiters des Berliner Ensembles.

„Faust und Mephisto in einer Person“

Reese findet für die Situation einen dramatischen Vergleich: „Faust und Mephisto in einer Person: Der oberste Verfechter einer strengen Haushaltsdisziplin muss nun im Kampf um den gefährdeten Kulturetat zugleich als Verteidiger von Kunst und Kultur auftreten. Das darf nicht schiefgehen!“

Die Forderung des Theater-Intendanten ist unmissverständlich: Evers stehe jetzt in der Pflicht, einen Rollenwechsel zu vollziehen. „Evers muss jetzt zeigen, dass er Perspektiven wechseln kann – und sich als neuer Kultursenator gegenüber dem starken Finanzsenator zu behaupten weiß“, machte Reese auf Anfrage deutlich.

Für die Kulturszene in der Metropole seien drei Punkte entscheidend: verlässliche Zusagen, sichere Planbarkeit und ein starkes politisches Sprachrohr. „Dafür wünschen wir Senator Evers toi toi toi!“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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