Kleiner Lichtblick am Jobmarkt, aber kein Durchbruch.
Kein Einbruch, kein DurchbruchExperte erklärt die widersprüchliche Lage am Arbeitsmarkt

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Das Ifo geht von einem weiteren Jobabbau aus. (Archivbild)
Endlich ein kleiner Lichtblick für Jobs in Deutschland! Das Beschäftigungsbarometer vom Münchner Ifo-Institut machte im Mai einen Sprung um 2,5 Zähler auf 93,9 Punkte. Aber die Euphorie wird gebremst: Noch im April war der wichtige Indikator, der die Job-Chancen anzeigt, auf den tiefsten Wert seit 2020 gekracht.
Einen ähnlichen Trend meldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg. Deren Barometer legte zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder zu. Doch der Jubel fällt aus: Mit einem mickrigen Plus von nur 0,1 Punkten bleibt die Prognose weiter ziemlich trüb.
Experte redet Klartext: „Kein Durchbruch in Sicht“
„Einen Einbruch am Arbeitsmarkt gibt es nicht, einen Durchbruch aber auch nicht. Dafür bräuchten wir mehr Bewegung und neue Jobs“, lautet die klare Ansage von IAB-Forscher Enzo Weber. Das Institut holt sich für diese Prognose die Meinung aller deutschen Arbeitsagenturen ein.
Warum die Firmen zögern, erklärt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser unmissverständlich: Die Zahl der Betriebe, die Personal entlassen wollen, ist weiterhin größer als die, die einstellen. „Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bleiben die Unternehmen bei den Personalplanungen zurückhaltend.“
Diese Branchen sind die Sorgenkinder
Schaut man sich die verschiedenen Wirtschaftszweige an, ergibt sich eine zweigeteilte Situation. Richtig mies ist die Laune laut Ifo-Daten in der Industrie und im Handel. Auf dem Bau ist der Trend zum Job-Abbau hingegen nur ganz schwach.
Aber es gibt einen Lichtblick: der Dienstleistungssektor! Hier drehte die Kurve im Mai leicht ins Plus. Im Klartext: In dieser Sparte planen mehr Firmen Neueinstellungen als Entlassungen. (dpa/red)
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