Ungewohnt persönlichEmotionale Worte von Ex-Kanzlerin Angela Merkel: „Hatte vieles auszuhalten“

Angela Merkel, ehemalige Bundeskanzlerin, spricht, nachdem sie das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in besonderer Ausführung im Schloss Bellevue verliehen bekommen hatte.

In Berlin hat Angela Merkel am Montag einen besonderen Orden verliehen bekommen. In ihrer Dankesrede wurde die Altkanzlerin ungewohnt emotional. 

von Luisa Maria Stickeler (ls)

Großer Tag für Angela Merkel (68)! In Berlin hat sie am Montagabend (17. April 2023) eine besondere Ehrung entgegengenommen. Im Schloss Bellevue bekam sie das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in besonderer Ausführung verliehen.

Nur wenigen vor ihr wurde diese Ehre zuteil: Den Orden erhielten zuvor nur die Kanzler Adenauer und Kohl.

Angela Merkel bekommt besondere Ehrung

Zur feierlichen Verleihung hatte die Altkanzlerin einige Weggefährten geladen – darunter viele Persönlichkeiten aus der Politik. Doch nicht nur ihnen galt der Dank von Angela Merkel. Auch Weggefährten aus Wissenschaft und Sport fanden ihren Weg in den Zuschauerraum.

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Einer passe dabei nicht so richtig ins Konzept, stellte die Politikerin fest. Schließlich sei sich nicht besonders sportlich.

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte seinen Platz im Publikum dennoch verdient. „Ganz früh, als man von mir glaubte, dass ich mich für Fußball nicht interessiere, und von ihm glaubte, dass er zu viel nach Kalifornien reist, sind wir zwei Unkonventionellen zusammengekommen und haben uns eigentlich nie wieder aus den Augen verloren“, erklärte Merkel.

„Er ist für mich der Mann, der zeigt, was man alles bewegen kann. Das Sommermärchen ohne Jürgen Klinsmann wäre nicht denkbar“, sagte sie in ihrer Rede. 

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Großer Dank galt aber auch ihrer Familie – allen voran ihrem Ehemann Joachim Sauer. „Er hatte vieles auszuhalten, vieles durchzustehen. Glücklicherweise hatte er seine eigene Leidenschaft, die Wissenschaft. Das hat manchmal geholfen, glaube ich“, erinnerte sich Merkel.

Auch ihre Schwester, ihr Bruder und Daniel Sauer, der Sohn ihres Ehemanns, waren bei der Ehrung anwesend. Ihre Eltern blieben ebenfalls nicht unerwähnt. „Schade, dass meine Eltern nicht mehr dabei sein konnten“, sagte die Politikerin. (ls)