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Rücktritt vor RauswurfNach Zoff mit Höcke-Lager: AfD-Politiker Lucassen wirft hin

AfD-Politiker Rüdiger Lucassen (Archivbild)

Copyright: Fabian Strauch/dpa

Der frühere Bundeswehroberst Rüdiger Lucassen tritt nach langen internen Querelen von seinem Amt als verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion zurück. (Archivbild)

Krach in der AfD: Wichtiger Politiker schmeißt Posten hin!

Heftiger Knall in der AfD-Bundestagsfraktion! Rüdiger Lucassen, der Sprecher für Verteidigungspolitik, hat seinen Posten sofort geräumt. Sein Büro bestätigte: Mit diesem Schritt wehrte er einen Misstrauensantrag ab, der am Dienstag von den eigenen Leuten gegen ihn gestellt werden sollte.

In dem Kündigungsschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zugespielt wurde, gibt Lucassen einen deutlichen Beweggrund an. Er wolle nicht, dass Personalzoff die Wahlchancen der AfD bei den bevorstehenden Landtagswahlen schmälert. Wörtlich heißt es in dem Dokument: „In meinem Handeln geht es mir stets um die Rettung unseres Landes, das sich in schwerer Schieflage befindet“.

Zoff mit Höckes Leuten eskaliert

Doch hinter dem Rücktritt steckt mehr. Der frühere Bundeswehroffizier und Nato-Anhänger Lucassen stand in der eigenen Fraktion massiv unter Beschuss. Er kämpft für die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Das ist eine Haltung, die besonders im Osten Deutschlands unbeliebt ist, da die AfD dort stark auf das Image einer Friedenspartei setzt.

Lucassen selbst behauptet, dass Anhänger des Thüringer Parteivorsitzenden Björn Höcke seinen Rauswurf vorangetrieben hätten. Der Grund: seine unverblümte Kritik an einer Höcke-Rede im letzten Jahr. Damals unterstellte Lucassen seinem Parteikollegen, zu der Überzeugung gelangt zu sein, „dass Deutschland es nicht mehr wert sei, dafür zu kämpfen“. Die Auseinandersetzung wurde dann auf der Plattform X öffentlich ausgetragen, was Lucassen eine offizielle Rüge der Fraktionsspitze einbrachte.

Lucassen schießt zurück: „Alter DDR-Kampfbegriff“

Bei der Auseinandersetzung geht es um viel mehr als nur die Wehrpflicht. Es ist ein Kampf um den grundsätzlichen Kurs der Partei. Seinen Widersachern aus dem Umfeld von Höcke wirft Lucassen einen „Anti-BRD-Sound“ vor. Er redet sogar von der „Re-Etablierung des alten DDR-Kampfbegriffs“. In einem langen Post auf X konfrontierte er seine Kritiker direkt: „Leute wie ich werden von Euch dann als Vertreter des BRD-Establishments geschmäht.“

Die Kritiker von Lucassen weisen diese Darstellung scharf zurück. Das geplante Misstrauensvotum habe mit Höcke rein gar nichts zu schaffen, so die Aussage aus dem Arbeitskreis Verteidigung. Stattdessen sei Lucassens Führungsstil der Auslöser gewesen. Er habe Teammitglieder übergangen und verärgert, zum Beispiel, als er für die Münchner Sicherheitskonferenz ein Positionspapier im Alleingang herausgab. Übergangsweise wird der hessische Parlamentarier Jan Nolte den Arbeitskreis leiten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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