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Ärzte schlagen AlarmProtest gegen Sparpläne – drohen längere Wartezeiten?

Hausarzt

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Das Sparpaket soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten - auch bei den Arztpraxen soll gekürzt werden. (Symbolbild)

Hausärzte schlagen Alarm: Droht der Kollaps der Versorgung?

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband schlägt Alarm und startet eine bundesweite Protestkampagne gegen die Sparpläne der Regierung. Die Co-Vorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth findet deutliche Worte: „Die angedachten Kürzungen sind vollkommen plan- und wahllos.“

Die Medizinerinnen und Mediziner warnen vor dramatischen Folgen für die Patientinnen und Patienten: weniger Praxen, eine schlechtere Versorgung und noch längere Wartezeiten. „Damit legt man die Axt ohne Rücksicht auf Verluste an die Wurzel der hausärztlichen Versorgung“, so Buhlinger-Göpfarth.

Patienten sollen sich per E-Mail an Abgeordnete wenden

Der Verband will nun die Menschen direkt einbeziehen. Geplant ist eine E-Mail-Aktion, bei der sich Patientinnen und Patienten an ihre Bundestagsabgeordneten wenden können. Dafür sollen die knapp 50.000 Hausarztpraxen in Deutschland mit Plakaten und Infomaterial ausgestattet werden.

In einem Muster-Text für die Protest-Mails heißt es unter anderem: „Bereits jetzt arbeitet meine Praxis ständig am Limit. Durch die nun geplanten Kürzungen wird sich die Situation weiter verschärfen.“

Sparpaket von 16 Milliarden Euro geplant

Hintergrund ist ein Sparpaket, das die gesetzlichen Krankenkassen bis 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten soll. Damit will die Regierung ein erwartetes Defizit ausgleichen und höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten vermeiden.

Die Pläne von Ministerin Nina Warken (CDU) sehen unter anderem Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und der Pharmaindustrie vor. Aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern sind Teil des Pakets.

Besonders sauer stößt dem Hausärzteverband auf, dass geplante Extra-Vergütungen, etwa für die wichtige Organspendeberatung, gestrichen werden sollen. Zudem soll eine erst kürzlich beschlossene Abschaffung von Obergrenzen für Arzthonorare teilweise wieder rückgängig gemacht werden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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