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Rettung für die KleinstenNeues Wunder-Medikament gegen Malaria zugelassen

Afrikanische Mutter mit krankem Baby und Thermometer

Copyright: IMAGO / YAY Images

Afrikanische Mutter mit krankem Baby und Thermometer.

Ein Lichtblick für Säuglinge im Kampf gegen die Tropenkrankheit.

Ein gewaltiger Fortschritt im Ringen mit einer lebensbedrohlichen Seuche: Das allererste Malaria-Mittel, das extra für Säuglinge konzipiert ist, hat von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) grünes Licht bekommen. Diese Entscheidung wird als "bedeutender Meilenstein für die öffentliche Gesundheit" bejubelt und hat das Potenzial, das Leben zahlloser Kinder zu bewahren.

Die Statistik zeichnet ein erschreckendes Szenario: Im Jahr 2024 allein forderte Malaria 610.000 Todesopfer, wovon etwa drei Viertel auf afrikanische Kinder unter fünf Jahren entfielen. Eine gefahrlose Therapie für die jüngsten Patienten existierte bis jetzt nicht. Ihnen wurden Arzneien für größere Kinder verabreicht, wodurch die Gefahr von falschen Dosierungen, unerwünschten Effekten und toxischen Reaktionen stieg. Das berichtet „the Guardian“.

Kirschgeschmack als Lebensretter

Coartem Baby, so der Name des neuen Präparats, füllt jetzt diese bedrohliche Versorgungslücke. Die Anwendung ist schon bei Neugeborenen ab einem Körpergewicht von lediglich zwei Kilogramm möglich. Mit ihrem süßlichen Kirscharoma können die Tabletten einfach in Flüssigkeiten wie zum Beispiel Muttermilch aufgelöst werden.

Hinter der Entwicklung des Mittels, welches die Substanzen Artemether und Lumefantrin kombiniert, stehen der Pharmariese Novartis sowie die Medicines for Malaria Venture (MMV). „Seit Jahrhunderten hat Malaria den Eltern ihre Kinder und den Gemeinschaften Gesundheit, Wohlstand und Hoffnung geraubt“, erklärte Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Chef der WHO. „Aber heute ändert sich die Geschichte.“

Kleiner Wonder: Seine Geschichte gibt Hoffnung

Die Therapie kommt in Ghana schon zum Einsatz. Baby Wonder zählte zu den allerersten jungen Patienten. Mit gerade einmal zwölf Wochen kam er mit starkem Fieber in eine Klinik. Der Befund war eindeutig: Malaria. Für seine Mutter Naomi ein Schock. „Ich war sehr verängstigt, als mein Sohn Malaria bekam, weil er mit Untergewicht geboren wurde“, berichtet sie.

Das Ärzteteam konnte ihm jedoch Coartem Baby verabreichen. Wonder ist mittlerweile acht Monate alt, putzmunter und gedeiht hervorragend. Dr. Emmanuel Aidoo, Pädiater am Methodist Hospital im ghanaischen Ankaase, zeigt sich erleichtert: „Ein neues, maßgeschneidertes Medikament für Säuglinge zu haben, das gut vertragen wird, gibt uns Zuversicht.“

Durch die Genehmigung der WHO ist jetzt eine flächendeckende Anwendung in zahlreichen Nationen mit hohen Malaria-Zahlen möglich, vor allem in der Region Subsahara-Afrika. Novartis kündigte an, das Präparat in den entsprechenden Gebieten „weitgehend ohne Gewinn“ anzubieten. Dieser Fortschritt entkräftet zudem die lange gültige, falsche Annahme, dass Neugeborene durch den Immunschutz der Mutter vor einer Malaria-Infektion sicher wären. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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