Die bezahlte Reise mit einem Kreuzfahrtschiff blieb einem Rentner kurzfristig verwehrt. Er musste am Pier zurückbleiben. Das hatte einen bestimmten Grund.
Wegen Nackt-FauxpasTrotz bezahlter Reise: Rentner auf Kreuzfahrtschiff plötzlich unerwünscht

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Nach einem Missgeschick darf ein Rentner nicht mehr an Kreuzfahrten der Reederei „Royal Caribbean International“ teilnehmen. Unser Symbolbild zeigt die „Majesty of the Seas“ derselben Reederei am 5. Juni 2019.
Endlich abschalten, die Seele baumeln lassen: In Barcelona will ein deutsches Ehepaar auf ein Kreuzfahrtschiff steigen. Die Koffer waren gepackt, die Reise bezahlt, der Check-in gemacht. Doch am Pier angekommen, darf plötzlich nur noch die Frau an Board.
Der Grund: Der Mann steht auf der schwarzen Liste, ist auf Kreuzfahrten der Reederei unerwünscht. Aber wieso?
Trotz bezahlter Reise: Rentner darf nicht auf Kreuzfahrtschiff
Das Ehepaar kann sich dies nur mit einem Vorfall erklären: Der Rentner hatte sich auf einer seiner fast 20 vorherigen Kreuzfahrten offenbar ein unrühmliches Missgeschick erlaubt.
Beim Wechseln seiner Badehose war dem Mann auf einer Kreuzfahrt in Indonesien das Handtuch heruntergerutscht. Für wenige Sekunden stand er nackt auf dem Deck des Kreuzfahrtschiffs.
Die Folge: Kurzerhand wurde der Rentner für alle Kreuzfahrten der Reederei gesperrt – so auch für die einwöchige Reise mit der „Wonder of the Seas“, die das Ehepaar in Barcelona antreten wollte. Doch niemand hatte den beiden zuvor Bescheid gegeben.
„Normalerweise sind wir die lebenslustigsten Menschen, aber da war‘s wirklich vorbei“, sagte die Ehefrau später gegenüber RTL. Die „Wonder of the Seas“ gehört zur US-amerikanischen Reederei „Royal Caribbean International“. Mit 362 Metern Länge gilt sie derzeit als das größte Kreuzfahrtschiff der Welt.
Auf Anfrage von RTL teilte die Reederei mit: „Wenn ein Gast gegen Verhaltensregeln verstößt, kann das dazu führen, dass seine Reiseprivilegien für alle Marken der ‚Royal Caribbean Cruises‘ entzogen werden.“
Ehepaar schimpft und fordert Schmerzensgeld
Das Ehepaar findet den Vorfall jedenfalls „sowas von daneben“, sagten sie im Gespräch. Auf den Kosten bleiben sie aber glücklicherweise nicht sitzen. Der Preis für die Kreuzfahrt wurde bereits erstattet – eine Ausgleichszahlung für die Kosten der Abreise erhielten sie nach mehrfachem Drängen ebenfalls.
Darüber hinaus fordern die zwei Schmerzensgeld. Vor lauter Stress hätte die Rentnerin noch in Spanien einen Hörsturz erlitten, berichteten sie.
Dennoch wollen sie sich von zukünftigen Reisen nicht abhalten lassen. Und inzwischen können sie über den Vorfall auch schon ein wenig lachen. „Ich mache eine Badehose mit Hosenträgern dran“, scherzte die Ehefrau. (ls)
