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Drama um Wacken-MitarbeiterErst entzündetes Zahnfleisch, dann Notarzt – Aufruf an alle Festival-Fans

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Es ist ein dramatisches Schicksal, das tausende Metal-Fans berührt: Ein Mitarbeiter des Wacken-Festivals ist schwer erkrankt, das DKMS macht seine Leidensgeschichte nun öffentlich. Und ruft damit alle Musikfans dazu auf zu helfen. Das Feedback ist gigantisch. 

Olli (42) ist kräftig, einer, den normalerweise nichts so schnell aus den Socken hauen kann. Er ist Einsatzleiter der Metalguards auf dem Wacken Open Air, das am vergangenen Wochenende in Schleswig-Holstein zu Ende ging. Das heißt, er ist seit vielen Jahren dafür verantwortlich, für Sicherheit auf dem Gelände zu sorgen, er hat vor allem den Bühnengraben einer der drei Hauptbühnen des Festivals fest im Griff. 

Kurzum: Olli ist ein Beschützer. Einer, der mittendrin ist und auf den man zählen kann. 

Doch nun ist es der hochgewachsene Mann mit der Brille und dem Kinnbart, der dringend Hilfe braucht. Das DKMS teilt nun sein Schicksal mit tausenden Fans – zusammen mit einem wichtigen Aufruf.

Wacken: Schicksal von Festival-Mitarbeiter bewegt Tausende

In diesem Jahr kann Olli nicht vor der Bühne für Ordnung sorgen, kann nicht mit den Wacken-Fans mitfeiern. Denn der 42-Jährige ist schwer krank. Seine beste Freundin Jessica berichtet dem DKMS, was passiert ist: „Die ersten Anzeichen gab es nach dem Osterurlaub. Er kämpfte mit entzündetem Zahnfleisch und Schluckbeschwerden. Nach drei Tagen ist er auf der Couch zusammengebrochen und seine Ehefrau Sabrina rief den Notarzt.“

Im Krankenhaus seien dann Blutarmut und Eisenmangel festgestellt worden. Die erschütternde Diagnose: Akute myeloische Leukämie, kurz AML. Blutkrebs. Ein Ergebnis, mit dem keiner gerechnet habe, berichtet Ollis beste Freundin weiter. „Erst kurz zuvor hatten wir einen guten Freund an die Leukämie verloren. Jetzt nicht auch noch Olli!“

Eine Schock-Nachricht nicht nur für sie, sondern auch für Ollis Familie, seine Ehefrau und seinen 13-jährigen Sohn Marvin. 

Wacken: Schicksal von Mitarbeiter Olli - dringender Aufruf zur Spende

Jessica: „Wie seine Mutter vermisst er das Rückgrat der Familie. Nur einmal wöchentlich kann er seinen Vater für eine Stunde im Krankenhaus besuchen – wenn es ihm gutgeht.“ Und auch Olli vermisse seine kleine Familie. 

Sie alle rufen nun zur Stammzellspende auf. „Deswegen bitten wir jeden einzelnen Metalhead, sich zu registrieren. Unsere Metalszene ist eine große Familie und wir bauen darauf, dass sich der genetische Zwilling für Olli und all die anderen findet, die diese Hilfe brauchen“, wird Jessica zitiert.

Auf Facebook erhielt der Aufruf des DKMS ein riesiges Feedback, über 1.600-mal wurde der Beitrag bereits geteilt. Viele berichteten in der Kommentarspalte, sich bei der Organisation angemeldet zu haben und helfen zu wollen. Und teilten ihre Genesungswünsche: „Lieber Olli, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass sich viele Menschen registrieren lassen und der passende Spender gefunden wird, damit du wieder ganz gesund wirst und ein glückliches und unbeschwertes Leben mit deiner Familie führen kannst“, schreibt eine Nutzerin etwa.

Wacken: Mitarbeiter Olli hat Blutkrebs – erste Chemo bereits überstanden

Mittlerweile gibt es auch gute Nachrichten: Wie das DKMS weiter mitteilt, habe Olli bereits eine erste Chemotherapie überstanden, eine weitere solle folgen. Freunde und Familie geben Olli nun Rückhalt. „Anfangs war es schwer, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und neuen Mut zu schöpfen, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg“, sagt Freundin Jessica. „Wir haben den nächsten Meilenstein fest im Blick!“

Bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Metalheads für eine Stammzellspende registrieren. Das geht am schnellsten auf der Homepage des DKMS – und natürlich muss man kein Fan sein, um zu helfen.

Ob Olli bald wieder headbangen kann? Fest steht, dass auch Musik eine gute Medizin sein kann. Seine Familie hat daher noch einen weiteren Wunsch: „Schickt Olli ein bisschen Festivalfeeling ins Krankenhaus und teilt mit ihm Bilder und Videos von den Bands und seiner Metal Guard-Crew!“ Auch wir wünschen gute Besserung! (mg)

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