Vom Revier wechselt sie ins Rotlichtmilieu: Eine 22-jährige Wienerin kehrt der Polizei den Rücken. Und leitet nun das größte Bordell in Österreich.
Vom Revier ins RotlichtEx-Polizistin (22) arbeitet jetzt im XXL-Bordell

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Die Wiener Ex-Polizistin Sarah Omari leitet jetzt Österreichs größtes Bordell.
Aktualisiert
Es ist eine berufliche Neuorientierung, die Wellen schlägt: Die 22-jährige Sarah Omari aus der österreichischen Hauptstadt Wien hat ihren Dienst bei der Polizei quittiert.
Puff-Chefin statt Patrouillenfahrten: Sie leitet jetzt den „Saraya-Club“, das größte Etablissement dieser Art in der Alpenrepublik.
Bis zu 50 Frauen arbeiten in dem Bordell
Der Betrieb, der im Jahr 2008 eröffnet wurde, umfasst eine riesige Fläche von 7.000 Quadratmetern. Wenn viel los ist, sind dort bis zu 50 Frauen aus unterschiedlichen Nationen als Sexarbeiterinnen beschäftigt. Laut Betreiber schätzen die Besucher vor allem die Diskretion.
Ihre Bewerbung bei der Polizei reichte Omari, eine gebürtige Wienerin mit polnischen Wurzeln, kurz vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres ein. Sie durchlief die obligatorische zweijährige Schulung und arbeitete im Anschluss als Inspektorin auf der Straße, wie sie „Heute“ erklärt.
Allerdings deckte sich die Wirklichkeit ihres Jobs bei der Polizei nicht mit ihren Erwartungen.
„Ehrlich gesagt, habe ich mir die Arbeit bei der Polizei etwas schöner vorgestellt“, gesteht sie unverblümt. Insbesondere die zahlreichen Überstunden seien mühsam gewesen.
„Um die Bewerbung der Frauen kümmere ich mich“
Der Sprung in die Erotikbranche war allerdings kein Zufall. Geleitet wird der „Saraya-Club“ nämlich von Fahim Omari, ihrem Vater. Der besaß einen Gastrobetrieb, hatte das Bordell kurz vor Omaris Kündigung bei der Polizei übernommen.
In dem Etablissement hat sie jetzt die Verantwortung für Verwaltungsaufgaben. „Die Bewerbungen der einzelnen Frauen sowie die Anmeldungen – darum kümmere ich mich“, erläutert Omari. Die Vorzüge ihrer neuen Tätigkeit sind für sie offensichtlich: „Ich muss zum Beispiel keine Überstunden mehr machen und wenn ich Urlaub haben will, geht es jetzt schneller und einfacher.“
Und nicht zuletzt kommt ihr auch ihre Polizei-Geschichte zugute: „Aufgrund meiner Vergangenheit lege ich einen großen Wert darauf, dass keine Kriminalität in der Rotlichtbranche zustande kommt“, stellt die 22-Jährige klar.
Ihren Entschluss habe sie nicht auf die leichte Schulter genommen, sagt sie. „Ich habe über die Entscheidung wirklich lange und intensiv nachgedacht und freue mich nun über meine neue Aufgabe“, unterstreicht die junge Frau. Mittlerweile habe sie sich auch gut eingelebt. „Ja, das hat nicht lange gedauert. Ich habe mich immer schon sehr für die Branche interessiert und der Umstieg war nicht schwer.“ (mg)

