Mit Anime-Videos will Japan gegen die Unbeliebtheit des Personalausweises „My Number“ vorgehen. Ein raffinierter Trick oder einfach nur gaga?
Völlig gaga oder raffinierter Trick?Land wirbt mit Zeichentrickfilm für unbeliebten Personalausweis

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Taro Kono, Japans Minister für Digitalisierung (hier am 20. September 2022), sorgt mit einer ungewöhnlichen Idee für Aufsehen.
„My Number“ heißt in Japan der Personalausweis – und ist ziemlich unbeliebt. Die mit einem elektronischen Chip versehene Karte hat eine individualisierte 12-stellige Steuer- und Sozialversicherungsnummer und enthält Daten wie Namen, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht und ein Foto.
Das 2016 eingeführte Nummernsystem soll die öffentliche Verwaltung effizienter machen, doch Mitte Dezember besaßen erst knapp 64 Prozent der Berechtigten den Ausweis. Bis März 2023 hofft der Staat eigentlich auf 100 Prozent. Doch gerade jüngere Menschen zögern und fragen sich, ob es sicher ist, persönliche Informationen an einem Ort zu speichern.
Japan: Anime-Videos gegen Perso-Frust
Um sie zu überzeugen, wirbt die Regierung unter anderem mit YouTubern und nun auch mit der auf dem gleichnamigen Manga von Tatsuya Endo basierenden und sehr beliebten Anime-Serie „Spy x Family“ für den Personalausweis.
Auf der Videoplattform YouTube zeigt die zuständige Digitalbehörde neuerdings einminütige Clips mit Helden der Serie.Hier sehen Sie eines der Videos:
„Spy x Family“ handelt von einem Spion und seiner ungewöhnlichen Familie und ist in Japan ein kommerzieller Erfolg .
Die kurzen Videos sollen dazu dienen, das Antragsverfahren und die Sicherheitsmaßnahmen für die „My Number“-Karte zu erläutern, wie die Zeitung „Mainichi Shimbun“ meldete. Lange hinkte das Hightech-Land Japan bei der Digitalisierung hinter anderen Ländern her, treibt sie jetzt aber mit Vorrang voran. (dpa)
