Norovirus-Alarm auf der „Ambition“ vor Bordeaux: 1700 Menschen dürfen nicht das Schiff verlassen.
Horror-Trip auf SeeVirus-Alarm auf Kreuzfahrtschiff – 1700 Menschen an Bord gefangen

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Das Kreuzfahrtschiff „Ambition“ der Reederei Ambassador am Hafen von Newcastle. (Archivbild)
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Ein Traumurlaub entwickelt sich zum absoluten Albtraum. Auf dem Kreuzer „Ambition“ grassiert ein Magen-Darm-Virus, Dutzende sind krank. Niemand darf von Bord – die Lage ist laut einem Bericht von „The Guardian“ dramatisch.
Ein heftiger Ausbruch einer Krankheit hat die Reise für über 1.700 Urlauber und Crewmitglieder auf der „Ambition“ jäh beendet. Die Betreibergesellschaft Ambassador Cruise Line bestätigte, dass eine große Anzahl von Gästen und Mitarbeitern Symptome einer ernsten Magen-Darm-Infektion aufweist. Die Lage wird als „äußerst ernst“ bezeichnet.
Das Schiff ist aktuell auf einer zweiwöchigen Rundreise, die entlang Westfrankreich und Spanien führen sollte. Die ersten Krankheitsanzeichen zeigten sich anscheinend schon nach dem Ablegen im britischen Hafen von Liverpool. Laut neuesten Informationen gibt es momentan 49 akute Erkrankungen, was beinahe drei Prozent der gesamten Personenzahl an Bord darstellt.
Behörden greifen ein – Landgänge sofort gestrichen
Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben eine routinemäßige Kontrolle der medizinischen Aufzeichnungen und Schiffstagebücher veranlasst. Es wurden bereits Proben zur Untersuchung an die Universitätsklinik in Bordeaux gesendet. Erste Befunde werden in ungefähr sechs Stunden erwartet.
Als reine Vorsichtsmaßnahme hat man sämtliche für den heutigen Tag vorgesehenen Ausflüge an Land abgesagt. Die Passagiere, die davon betroffen sind, sollen eine komplette Kostenerstattung bekommen. „Sobald die Freigabe der Behörden vorliegt, dürfen die Gäste das Schiff wieder verlassen“, ließ das Unternehmen in einer Mitteilung verlauten.
Die Reederei hob außerdem hervor, dass man die Situation „äußerst ernst“ nehme und bereits verschärfte Protokolle für Hygiene und Vorbeugung umgesetzt habe. Eine Verbindung zum Hantavirus-Fall, der in der Vorwoche für Aufsehen gesorgt hatte, wird von den Zuständigen momentan ausgeschlossen. (jag)
