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Löst die Idee Verkehrs-Probleme?Auf Stelzen durch die Städte: BikeHighway kann sogar Strom produzieren

Radeln wir bald auf Stelzen in fünf Meter Höhe durch die Städte? Eine Schweizer Firma will ihre innovative Idee nun auch in Deutschland testen.

Auf die Menschheit kommen große Herausforderungen zu: die Bevölkerungszahlen steigen, die Umwelt nimmt immer größeren Schaden, die Städte sind mit dem Straßenverkehr oft extrem überlastet. Da braucht es smarte Lösungen.

Demonstrantinnen und Demonstranten, die sich auf die Straße kleben, sorgen seit Monaten für wilde Diskussionen. Doch eins ist klar – die vermeintlichen Störenfriede legen den Finger tief in die Wunde und machen aufmerksam auf die wohl wichtigste Herausforderung der Menschheit: Der Klimawandel zerstört unseren Lebensraum.

Verkehrsprobleme in Städten: BikeHighways als Lösung

Umweltschutz sollte bei allen Nationen und Wirtschaftsunternehmen an oberster Stelle stehen. Und es gibt genügend schlaue Köpfe, die diese Herausforderung mit innovativen Ideen angehen. Ein Schweizer Start-up hat nun eine geniale Idee entwickelt.

In der Schweiz und in Deutschland (im Raum Stuttgart) wird ein neues Verkehrs-Projekt getestet. Ist das ein Weg in eine bessere Zukunft?

Worum geht es genau? Eine Schweizer Firma hat einen Radschnellweg auf Stelzen entwickelt, der sich unkompliziert zusammensetzen lässt. Der Radweg dient zudem als Solarkraftwerk und kann Energie erzeugen.

Hinter dem intelligenten Projekt steckt Urb-X aus Basel. Vierspurige Radwege auf Stelzen könnten demnach in Metropolen künftig den Straßenverkehr erheblich entlasten. Und die Radfahrerinnen und Radfahrer hätten freie Fahrt.

Urb-X nennt seine Radschnellwege „BikeHighways“. Die Fahrbahn mit jeweils zwei Spuren in beide Richtungen für Radlerinnen und Radler wird dabei auf dünnen Stelzen errichtet – und wenn alles steht, fließt der Verkehr in rund fünf Meter Höhe über dem vorhandenen Straßensystem vorbei an Wohnhäusern und Büro-Komplexen.

Die Radwege sind so einfach zu errichten, dass laut Unternehmen „je nach Situation zwischen 100 und 250 Meter Strecke pro Woche erstellt werden können“. Die „BikeHighways“ sind ein modulares Baukasten-System aus Schichtholz mit Standard-Kupplungen. So können sie einfach zusammengesteckt werden.

Als Basis fungiert eine 20 Meter lange Energie-Schiene, auf die dann die Fahrspuren, die Begrenzungen, Beleuchtung und mehr aufgesetzt werden. Laut Urb-X gibt es viele Vorteile: eine Ersparnis von rund 3000 Tonnen CO2 beim Bau pro Kilometer Strecke gegenüber dem Bau in Stahl und Beton, die Strecken können Strom produzieren, Unterhaltskosten fallen kaum an.

Die Radwege können mit Heiz-Elementen ausgestattet werden, Winterdienste werden so eingespart. Aktuell (Dezember 2022) baut Urb-X eine knapp 400 Meter lange Teststrecke in Basel. Pro Kilometer sollen beim Bau Kosten von 2,3 Millionen Euro anfallen, hinzu kommen Auf- und Abfahrten für jeweils ungefähr 300.000 Euro. Eine Strecke von einem Kilometer könnte dafür im Jahr rund 100.000 Euro an Strom produzieren.

Winfried Kretschmann (74), grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ist sehr angetan von dem Projekt. Er war in Basel vor Ort und schaute sich den Holz-Highway an. „Genau sowas brauchen wir. Wir haben riesige Stau-Probleme, zum Beispiel in Stuttgart. Da kommen wir nur weg, wenn wir solche innovativen Ideen umsetzen“, sagte er dem SWR. 

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