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Urteil nach Eisenstangen-AttackeOpfer sind fassungslos und fühlen sich verhöhnt

Richterpuppe mit Brille und Schnurrbart

Richterpuppe mit Brille und Schnurrbart.

Das Urteil ist da! Aber die Opfer sind schockiert und wütend.

Ein Urteil, das für Kopfschütteln sorgt! Am Landgericht Regensburg fiel am Freitag die Entscheidung nach einem brutalen Angriff mit Eisenstangen, der an Mafia-Praktiken erinnert. In Summe müssen die Täter für 30 Jahre hinter Gitter. Aber für die Opfer, die Brüder Alexander und Johann R., ist das ein Hohn. Sie halten die Strafen für viel zu lasch und ungerecht.

Für gefährliche Körperverletzung müssen fünf der elf Beschuldigten für fünf bis sieben Jahre ins Gefängnis. Zwei davon erhielten eine mildere Strafe nach Jugendrecht, da sie zum Zeitpunkt der Tat noch Heranwachsende waren. Johann R. schilderte unfassbare Szenen aus dem Gerichtssaal: „Als die Angeklagten das Urteil hörten, haben sie spöttisch gelacht. Auch ihre Verwandten zeigten offen ihre Freude und haben uns sogar bedroht.“ Das berichtet „FOCUS online“.

Die Anklage hatte die Tat als „versuchten Mord“ eingestuft und für einige Täter bis zu elf Jahre Knast gefordert. Doch das Gericht sah die Sache nach fast einem Jahr Verhandlung und 49 Prozesstagen anders. Die Richter gelangten zu der Überzeugung, die Haupttäter seien von einem Tötungsversuch zurückgetreten. Daher die Verurteilung „nur“ wegen gefährlicher Körperverletzung. Drei weitere Männer bekamen Strafen für unterlassene Hilfeleistung, zwei wurden komplett freigesprochen.

Die entsetzliche Tat passierte im November 2023 in Hemau bei Regensburg. Ein Streit auf der Arbeit war der Auslöser, der dann bei einer Jet-Tankstelle völlig eskalierte. Dort drosch die Gruppe, die hauptsächlich aus Bulgarien kommt, mit Eisenstangen auf Alexander R. ein, zielten vor allem auf seinen Kopf. Als sein jüngerer Bruder Johann ihm helfen wollte, wurde auch er zum Opfer der brutalen Gewalt.

Die Folgen des Angriffs sind katastrophal. Johann R. trug eine Schädelbasisfraktur mit einer Blutung im Gehirn davon. Er kämpft bis heute mit Sprachstörungen, ist extrem lichtempfindlich und hat Taubheitsgefühle in der linken Körperhälfte. Sein Bruder Alexander kam mit lebensgefährlichen Verletzungen davon, darunter eine Lungenquetschung, gebrochene Rippen und schlimme Wunden am Kopf. Beide Brüder leiden bis heute unter den körperlichen und seelischen Wunden und benötigen ärztliche sowie psychologische Hilfe.

Der Prozess lief unter extremen Sicherheitsmaßnahmen ab, die Angeklagten wurden in Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. Die meisten von ihnen sind miteinander verwandt und im Kfz-Gewerbe tätig. Noch Mitte des Prozesses im Juni 2025 sagte Alexander R. voller Hoffnung: „Wir hoffen auf Gerechtigkeit.“ Sein Bruder Johann zieht nach dem Urteil ein bitteres Fazit: „Ich kann gut verstehen, warum die Angeklagten in unserem Prozess über dieses Urteil und das ganze System lachen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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