Nach einer Notlandung in Barcelona stürmen mehrere Passagiere auf das Rollfeld. Die Aktion erinnert an einen ähnlichen Fall vor knapp einem Jahr.
Urlaubs-Flieger muss notlandenDrama um Schwangere – am Boden wird klar: Es war ein unfassbarer Trick

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Eine Maschine musste auf dem Weg nach Istanbul in Barcelona notlanden. Unser Symbolfoto zeigt das Rollfeld des El-Prat-Airports von Barcelona am 9. Juni 2021.
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Unplanmäßige Zwischenlandung: Eigentlich war das Ziel der am Mittwoch (7. Dezember 2022) in Casablanca gestarteten Maschine die türkische Millionenstadt Istanbul. Doch bereits in Barcelona musste der Flieger notlanden. Grund war eine schwangere Passagierin. Diese hatte behauptet, dass die Wehen während des Fluges eingesetzt hätten.
Doch als die Türen auf dem Rollfeld geöffnet wurden, um die Ärzte hereinzulassen, stürmten kurzerhand 28 Personen aus dem Flugzeug – darunter auch die schwangere Frau. Für 14 von ihnen endete die Flucht bereits nach wenigen Minuten. Die Guardia Civil konnte die schwangere Frau und andere aufhalten.
Barcelona: Flugzeug muss notlanden – 28 Passagiere flüchten
Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass die Frau gar keine Wehen hatte. Wegen Störung der öffentlichen Ordnung wurde sie festgenommen. Fünf Flüchtige, die durch die Guardia Civil aufgehalten wurden, konnten den Flug später fortsetzen. Die restlichen festgenommenen Passagiere wurden der Abschiebebehörde übergeben, berichtet die „Mallorca Zeitung“.
Der El-Prat-Airport von Barcelona blieb stundenlang gesperrt – ähnlich wie der Flughafen von Mallorca vor knapp einem Jahr. Dort hatte sich am 5. November 2021 ein ähnlicher Vorfall ereignet. Damals musste eine Maschine auf der Insel notlanden, weil ein Passagier vorgegeben hatte, sich aufgrund seiner Diabetes-Erkrankung in einer Notlage zu befinden.
Während der Diabetiker am Flughafen mit einem Krankenwagen abgeholt wurde, nutzten einige Passagiere den Zeitraum zur Flucht. Die meisten Flüchtigen konnten in den darauffolgenden Tagen und Monaten aufgespürt werden. Vier sind noch immer untergetaucht. Ermittelt wird in dem Fall nicht mehr. (ls)
