Starkregen und Hagel in Deutschland Wetterdienst warnt vor weiteren Gewittern

Autos fahren in Oberlungwitz in Sachsen über eine geflutete Straße

So wie hier am 26. August 2022 in Oberlungwitz in Sachsen sieht es derzeit an vielen Stellen in Deutschland aufgrund von Starkregen aus. 

Nach der Hitzewelle folgen die Unwetter, die zwar Abkühlung bringen, aber auch gefährliche Situationen, die Einsatzkräfte zum Teil an ihre Grenzen bringen. Am Samstag werden weitere Gewitter erwartet.

Die Unwetter am Freitag (26. August 2022) waren vermutlich erst der Anfang: Auch am Samstag ist in Teilen Deutschlands wieder mit Unwettern zu rechnen.

Vor allem im Osten, Süden und in der östlichen Mitte werden Gewitter und Regenfälle erwartet. Nach wie vor könne es Starkregen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Deutscher Wetterdienst mit beunruhigenden Vorhersagen

Lokal könnten um die 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen, sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid am Freitag. „Dies entspricht teilweise einer halben Monatssumme oder mehr, als bisher im gesamten August gefallen ist“, sagte Schmid.

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Im Laufe des Wochenendes soll sich dann von Nordwesten her kühlere und trockenere Luft durchsetzen und die schwül-warmen Luftmassen vertreiben.

Heftige Unwetter über Deutschland

Schon am Freitag waren Unwetter mit Hagel und Starkregen über Teile Deutschlands hinweggezogen. In Mittelfranken und in der Oberpfalz standen Hunderte Keller und mehrere Straßen unter Wasser.

Die Integrierte Leitstelle in Nürnberg meldete am Freitagabend rund 470 Einsätze von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk in Nürnberg, Fürth und den Landkreisen Fürth und Erlangen-Höchstadt. Verletzte habe es nicht gegeben.

In Berlin sagten die Punkband Die Ärzte und Rapper Marteria wegen des Wetters jeweils für den Freitagabend geplante Konzerte ab, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beendeten das Bürgerfest für ehrenamtlich Engagierte sicherheitshalber vorzeitig.

In Pinneberg in Schleswig-Holstein waren am Freitagvormittag zahlreiche Straßen, Keller und Tiefgaragen voller Wasser gelaufen. Betroffen waren nach Feuerwehr-Angaben 130 Keller und Straßenzüge. Im baden-württembergischen Weingarten ging nach einem Blitzeinschlag in der Nacht zu Samstag eine 3000 Quadratmeter große Lagerhalle in Flammen auf, verletzt wurde niemand.

Für Sonntag werden für den Süden erneut einzelne Schauer und Gewitter vorausgesagt, teils auch mit Starkregen. Im Nordosten kann es anfangs noch schauerartigen Regen geben. Ansonsten zeigt sich der Himmel aufgelockert bewölkt, vor allem im Südwesten bleibt es laut DWD auch länger sonnig und trocken. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 28 Grad. (dpa)

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