Ukraine-Krieg Zündet Putin nächste Eskalationsstufe? Russland droht mit Aus von ISS

Eine Aufnahme aus der Kamera des Nasa-Astronauten Thomas Marshburn zeigt die Internationale Raumstation ISS und die Erde darunter.

Eine Aufnahme aus der Kamera des Nasa-Astronauten Thomas Marshburn zeigt die Internationale Raumstation ISS und die Erde darunter.

Seit über 20 Jahren gibt es die Internationale Raumstation (ISS). Doch nun droht Russland mit dem Aus der wichtigen Station. Der Grund: Der andauernde Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland.

Angesichts des Kriegs in der Ukraine hat Russland seine Mitarbeit beim Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) in Frage gestellt. „Die Entscheidung über das Schicksal der ISS wird viel von der Lage abhängen, die in unserem Land und darum herum herrscht“, sagte der Chef der russischen Raumfahrtagentur, Dmitri Rogosin, am Freitag der Nachrichtenagentur Tass.

Im Falle eines Ausstiegs werde Moskau seine Partner aber ein Jahr im Voraus unterrichten. Bis 2024 sei Russlands Beteiligung an der Station vorläufig noch geplant. Zuvor hatte Rogosin nicht ausgeschlossen, das russische Modul von der ISS abzukapseln und eigenständig weiterzubetreiben.

Ukraine-Krieg: Russland droht mit Aus von ISS

Dabei deutete er auch eine mögliche Nutzung der Station zur militärischen Erdbeobachtung an. Bis Mitte Mai will sich die russische Regierung zudem entscheiden, ob sie weiterhin westliche Astronauten auf ihren Raumschiffen zur ISS mitnimmt.

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Nach dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben westliche Länder auch Sanktionen gegen die russische Raumfahrtindustrie verhängt.

Die Internationale Raumstation ist die bislang größte Raumstation der Menschheit. Zu Beginn wurde sie von den USA als militärische Station geplant, mittlerweile wird sie jedoch von 16 Staaten und fünf verschiedenen Raumfahrtagenturen betrieben und weiterentwickelt.

Seit November 2020 wird sie dauerhaft von Astronauten und Astronautinnen bewohnt. Russland führte mit seiner Raumfahrtagentur Roskosmos seit 1998 mehr als 30 Sojus- und mehr als 50 Progress-Flüge durch. (dpa/mei)

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