Kommt jetzt die große Bierkrise? Vertriebschef warnt: „Viele Marken werden nicht überleben“

Die Folgen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine sind bereits jetzt deutlich zu spüren. Nun könnte eine weitere Branche in Not geraten. Der Vertriebschef einer bekannten Bierbrauerei schlägt jetzt Alarm.

Der Vertriebschef der Brauerei Erdinger Weißbräu hält Bier für viel zu billig. Vor dem Hintergrund von explodierenden Energiekosten müsste Bier viel teurer werden, sagte Josef Westermeier dem Nachrichtenportal „t-online“.

„Theoretisch könnte ein Kasten Weißbier drei bis vier Euro teurer werden. Wann genau, ist offen.“ Es hänge vom Handel ab, ob die Kunden letztlich tiefer in die Tasche greifen müssten.

Gaskrise: Bierbranche fürchtet Bankrott vieler Marken

Die Preise für Bier seien in den letzten Jahren weniger gestiegen als für andere Produkte. „Schuhe, Autos und so weiter sind heutzutage aber viel teurer. Nur Lebensmittel und Bier kosten nahezu das Gleiche, sie sind viel zu günstig“, sagte Westermeier.

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„Wenn der Handel und die Kunden nicht verstehen, dass Bier auch etwas wert ist, wird es einen radikalen Umbruch in der Branche geben. Am Ende werden viele Biermarken nicht überleben.“

Gaskrise durch Ukraine-Krieg: „Brauchen eine Weißbier-Triage“

Brauen verbrauche viel Energie. Die gestiegenen Kosten seien „grausam, sie haben sich verdreifacht“. Bei einer Gaskrise wegen des Ukrainekrieges müsste das Familienunternehmen abwägen, was es noch produzieren könne und was nicht.

„Fassbier wäre am wenigsten gefährdet, das ist am wenigsten energieintensiv. Überspitzt ausgedrückt: Wir bräuchten eine Weißbier-Triage, eine Priorisierung bei den Absatzwegen.“ Es müsste also entschieden werden, welcher Kunde wie viel Bier noch bekommen würde - hier hätten die treuesten Kunden Vorrang. (dpa)

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