Schlimmes Unglück in einem Bergwerk in der Türkei. Nach einer tödlichen Explosion geht die Suche nach verschütteten Menschen weiter.
Schwere Explosion in BergwerkMindestens 40 Tote – Kumpel sitzen in 300 Metern Tiefe fest

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Bergleute und Rettungskräfte warten vor dem Bergwerk in Amasra. Nach offiziellen Angaben ereignete sich in einem Kohlebergwerk im Norden der Türkei eine tödliche Explosion, bei der Dutzende von Bergleuten verschüttet wurden.
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Mindestens 40 Menschen sind bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk im Norden der Türkei ums Leben gekommen. „Wir haben insgesamt 40 Tote gezählt, 58 Bergleute konnten sich selbst retten“, sagte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag vor Ort. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend (14. Oktober 2022) in der staatlich betriebenen Mine im Bezirk Amasra am Schwarzen Meer.
Das Innenministerium gehe davon aus, dass mindestens 15 Bergarbeiter nach dem Unglück in etwa 300 Metern Tiefe noch eingeschlossen seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolou.
Türkei: Explosion führte zu Unglück in Bergwerk
Rettungskräfte der türkischen Hilfsorganisation Roter Halbmond und des Katastrophenschutzes versuchten mehr als 15 Stunden nach der Explosion, Verschüttete zu retten, wie auf Bildern des TV-Senders NTV zu sehen war. Mutmaßlich sei Grubengas in dem 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Ankara gelegenen Bergwerk explodiert, hatte Energieminister Fatih Dönmez gesagt. Die genaue Ursache war aber weiter unklar. Von der Mine stieg am Samstag Rauch auf. Es werde vermutet, dass es weiter brenne, berichtete NTV. Noch am Samstag wollte die Regierung eine Pressekonferenz zu dem Unglück geben.
Nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Freitagabend gegen 18.15 Uhr (Ortszeit) 110 Arbeiter in der Mine, davon 49 in einem gefährdeteren tieferen Teil, wo die Grube größer ist. 58 Bergarbeiter seien bisher gerettet worden, zitierte Anadolou den Minister.
Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte auf Twitter mit, er werde den Unglücksort am Samstag besuchen, um die Rettungsmaßnahmen zu „koordinieren“. Eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden. Die größte Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, teilte mit, die Behörden hätten einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2019 ignoriert, in dem vor der Gefahr einer Grubengasexplosion in dieser Mine gewarnt worden sei.
In den vergangenen Jahren gab es mehrere schwere Minenunfälle in der Türkei, teils wegen mangelhafter Sicherheitsvorschriften. 2014 starben bei einer Explosion in einer Kohlenmine in der Provinz Manisa in der Ägäis-Region insgesamt 301 Menschen. (mac/afp/dpa)
