Die Bergungsarbeiten in der Türkei und in Syrien schreiten weiter voran. Neben zahlreichen Einsatzkräften helfen aber auch Rettungshunde, die Überlebenden unter den Trümmern aufzuspüren.
Bergungsarbeiten nach dem ErdbebenEinsatz auf vier Pfoten: So helfen die Rettungshunde vor Ort

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Nach dem schrecklichen Erdbeben in der Türkei und Syrien helfen Rettungshunde vor Ort bei den Bergungsarbeiten. Das Foto aus dem Jahr 2007 zeigt eine Deutsche Meisterschaft für Rettungshunde.
Schnüffelarbeit nach der Erdbebenkatastrophe! Riesige Trümmerberge liegen in den Ländern Türkei und Syrien, nachdem es dort am Montag (6. Februar 2023) schwere Erdbeben gegeben hatte.
Seitdem suchen zahlreiche Hilfskräfte nach verschütteten und verletzten Personen, auch Rettungshunde helfen dabei. Schnüffelnd klettern sie über die riesigen Berge aus Trümmern.
Nach der Erdbebenkatastrophe: Zahlreiche Rettungshunde vor Ort
Für diese Aufgabe wurden die Hunde speziell ausgebildet. Meist sind sie mittelgroß und sehr fit. Nicht jeder Hund könne ein Rettungshund werden, sagt Daniela Lekies. Sie arbeitet für den BRH Bundesverband Rettungshunde und weiß, worauf es bei den Hunden ankommt.
„Wichtig ist, dass ein guter Rettungshund ganz lieb und verspielt ist und viel Freude daran hat, mit uns Menschen was zu machen“, erklärt sie. „Der Hund lernt spielerisch, dass es toll ist, Leute zu suchen. Das ist wie beim Verstecken-Spielen.“
Um Menschen zu finden, nutzt er seine Spürnase. Denn Hunde können hervorragend riechen, viel besser als wir Menschen. Sie können sogar erschnüffeln, ob ein Mensch lebt oder tot ist. Außerdem hören Hunde ausgezeichnet. Auch das hilft ihnen dabei, verschüttete Menschen zu finden.
In der Ausbildung lernen Rettungshunde nicht nur, Menschen zu suchen. Sie üben auch, sich auf unebenem Gelände zu bewegen. Dazu laufen sie etwa über Leitern und schmale, wackelige Bretter. Die Expertin erklärt: „Dabei lernt der Hund, seine Hinterfüße gezielt zu setzen.“
Ein weiterer Teil der Ausbildung ist das Anzeigen. Das bedeutet: Der Hund gibt ein Signal, wenn er einen Menschen erschnüffelt hat. „Bei der Trümmersuche ist das immer Bellen“, sagt die Expertin.
Hilfskräfte und Rettungshunde im Dauereinsatz
Bellt der Hund, nutzen die Hilfskräfte Kameras und Messgeräte, um den verschütteten Menschen genau zu verorten. Danach versuchen sie, zu ihm vorzudringen und ihn zu befreien. Manchmal brauchen sie dazu besondere Ausrüstung, etwa spezielle Kettensägen, die Beton durchschneiden können.
Für manche Opfer kommt die Hilfe nach dem Erdbeben zu spät. Mehrere Tausend Menschen sind bei der Naturkatastrophe gestorben. Manchmal finden die Hilfskräfte aber auch nach Tagen noch Überlebende. Die Rettungshunde spielen dabei eine wichtige Rolle. (dpa)
