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Tragisches Schicksal in Spanien25-Jährige kündigt ihren Tod an – „Ich möchte aufhören zu leiden“

Leerer Rollstuhl im Krankenhausflur

Copyright: IMAGO / Zoonar

Leerer Rollstuhl im Krankenhausflur.

Ein Vater kämpft verzweifelt um das Leben seiner Tochter, doch sie hat eine andere Entscheidung getroffen.

Ein menschliches Drama erschüttert ganz Spanien: Eine junge Frau, gerade einmal 25 Jahre alt, hat sich dazu entschlossen, aus dem Leben zu scheiden. Am Donnerstagabend um 18.00 Uhr werden ihr auf eigenen Wunsch Medikamente gegeben, die ihr Leben beenden. Diesen dramatischen Entschluss machte sie selbst in einem viel beachteten TV-Interview öffentlich.

Der Anlass für diesen Schritt ist ihr unerträgliches Leid, das sie nicht länger ertragen kann. Nach einem missglückten Selbsttötungsversuch ist sie querschnittsgelähmt. Gegenüber dem Fernsehsender Antena 3 sprach sie die erschütternden Worte: „Ich möchte aufhören zu leiden.“ Das Schicksal der 25-Jährigen sorgt in Spanien für großes Mitgefühl, aber auch für Kontroversen. Das berichtet „t-online“.

Ein Leben voller Tragödien

Ihre Lebensgeschichte ist eine Aneinanderreihung von Schicksalsschlägen. Schon mit 13 Jahren kam sie in psychiatrische Betreuung. Einen Teil ihrer Kindheit musste sie in Heimen verbringen, weil ihre Eltern gegen Suchterkrankungen kämpften. Ärzte diagnostizierten bei ihr eine Zwangsstörung und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Im Jahr 2022 wurde sie laut eigener Aussage Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Bereits zuvor habe ihr Ex-Freund sie missbraucht. Nach diesem schrecklichen Verbrechen sprang sie aus dem fünften Stockwerk, um sich das Leben zu nehmen.

Der verzweifelte Kampf des Vaters

Den Sturz überlebte sie mit schweren Verletzungen, ist seither jedoch an den Rollstuhl gebunden und unterhalb der Hüfte gelähmt. Seitdem plagen sie heftige neuropathische Schmerzen. Deshalb ersuchte die junge Frau um Sterbehilfe, wofür sie 2024 von einer Expertenkommission in Katalonien die Genehmigung erhielt.

Ihr Vater aber wollte sich mit diesem Entschluss nicht abfinden. Mit Unterstützung der streng konservativen Organisation Abogados Cristianos (Christliche Anwälte) erhob er Einspruch. Seine Begründung: Wegen ihrer psychischen Leiden sei seine Tochter nicht in der Lage, eine selbstbestimmte Entscheidung über ihr Leben zu treffen.

Der juristische Kampf ging durch sämtliche Instanzen bis vor Spaniens Verfassungsgericht, doch die Richter folgten der Argumentation des Vaters nicht. Anschließend rief der Mann den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Dieser lehnte seinen Eilantrag, die Sterbehilfe zu stoppen, am 10. März ebenfalls ab.

Die Mutter der 25-Jährigen erklärte, sie sei untröstlich über den Wunsch ihrer Tochter zu sterben. Trotzdem wolle sie ihr bis zum letzten Moment beistehen. Der Fernsehsender Antena 3 gab die Worte der Mutter wieder: „Ich werde heute Nacht bei meiner Tochter schlafen.“ Aktive Sterbehilfe ist in Spanien seit 2021 unter strikten Bedingungen für schwer kranke Erwachsene gesetzlich zulässig. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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