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Auf Weg zum OktoberfestReisebus umgekippt – bislang erst ein Toter identifiziert

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Auf der Autobahn 96 zwischen München und Memmingen ist ein Reisebus umgekippt. Zwei Menschen sterben, mehrere werden verletzt. Jetzt gibt es neue Informationen zu dem tragischen Unfall. 

Schweres Unglück auf der Autobahn 96 bei Buchloe. Im Ostallgäu ist ein Reisebus umgekippt. Zwei Menschen seien dabei ums Leben gekommen, mehrere Personen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der tödliche Unfall ereignete sich demnach am frühen Morgen um kurz nach 6 Uhr auf der A96 bei Buchloe-Ost. Jetzt wurde bekannt: Die Reisegruppe war auf dem Weg zum Oktoberfest nach München. 

Lange Unklarheit über Verletztenzahl und Identität der Opfer

Als die Einsatzkräfte zu dem umgestürzten Reisebus kommen, müssen sie erstmal tief durchatmen. „Es ist natürlich immer Chaosphase bei so was“, schildert Martin Cornils von der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck. „Es liegen Gegenstände rum, es laufen Personen durch den Wald - es ist tatsächlich nicht schön.“ 

Dabei sollte es für die Reisegruppe eigentlich ein besonders fröhlicher Tag werden: Die in Italien lebenden philippinischen Staatsangehörigen waren bei bestem Spätsommerwetter auf dem Weg zum Oktoberfest in München. Doch statt Riesenrad, gebrannter Mandeln und einer Maß Bier erwartete sie unvermittelt Blut und Blaulicht.

Gegen 5.41 Uhr in der Früh kommt ihr Bus zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug eines italienischen Reiseunternehmens kippt um und bleibt am Waldrand liegen.

Bis zum Nachmittag bleibt unklar, wie viele Personen genau verletzt sind. Sechs Menschen kamen sofort mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser, einer davon schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere wurden mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. In einer Sammelstelle wurden 22 weitere Verletzte versorgt, davon wurden mehrere dann ebenfalls noch in Krankenhäuser gebracht.

Bislang nur ein Toter identifiziert

Identifiziert werden konnte zunächst auch nur einer der beiden Toten: Es handelt sich um einen 58 Jahre alten Mann, auch er mit philippinischer Staatsangehörigkeit in Italien ansässig. Die Identität der anderen Opfer und die Schwere der jeweiligen Verletzungen waren zunächst nicht bekannt.

Rettungsdienste und Feuerwehr stehen in der Nähe der Unfallstelle bei Buchloe-Ost, wo ein Reisebus auf der A96 umgekippt ist.

Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zahlreiche Kräfte sind bei Buchloe-Ost im Einsatz, wo am Sonntag (27. September 2026) ein Reisebus auf der A96 umgekippt ist.

„Es ist natürlich erstmal ein großes Durcheinander, und die Faktenfindung gestaltet sich schwierig“, erläuterte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Daher wurde auch erst nach einigen Stunden klar, dass nicht ganz so viele Menschen in dem von Mailand kommenden Bus saßen wie zunächst angenommen. Am Ende war klar: Es handelte sich um 35 Menschen.

Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer

Die 33 Angehörigen der Reisegruppe hatten alle die philippinische Staatsangehörigkeit, wie es hieß. Sie wurden von zwei Busfahrern mit italienischer Staatsangehörigkeit begleitet, die unverletzt blieben. Der Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, ist 40 Jahre alt. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt, sagte die Polizeisprecherin. „Das ist der übliche Gang der Dinge.“

Der Unfall rief ein Großaufgebot von rund 130 Rettungskräften der Feuerwehr, 130 Sanitätern und etwa 20 Polizisten auf den Plan. Sie hatten zunächst einen klaren Fokus: „Jetzt steht die Rettung im Vordergrund, die Versorgung der Personen, die da verunglückt sind“, schilderte die Sprecherin am Vormittag. Für die Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Nachdem zunächst die Gegenrichtung, gegen Mittag auch eine Spur in Richtung München wieder freigegeben wurde, konnte der Verkehr ab dem Nachmittag wieder frei fließen.

Der Grund für den Unfall blieb derweil unklar. „Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben zur Klärung der Unfallursache. Das ist viel zu früh, um sich zu äußern“, betonte die Präsidiumssprecherin.

Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen

Unfälle mit Reisebussen sind immer wieder besonders dramatisch: Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am 10. September berichtete.

Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September nach Polizeiangaben 30 Menschen verletzt - 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen. (dpa)