Mann überlebt 7 Tage im Meer – mit rohen Krebsen & Urin.
Sieben Tage TodeskampfMann überlebt im Meer mit rohen Krebsen und eigenem Urin

Copyright: Guo Cheng/XinHua/dpa
Ein Fischer hatten Qin nach sieben Tagen aus dem Wasser gezogen. (Archivbild)
Für Qin Jianping (39) wurde ein abendlicher Ausflug zur absoluten Hölle. Der Mann glitt am 27. Mai bei Unwetter in Haikou, gelegen auf Chinas Ferieninsel Hainan, aus und fiel ins Wasser. Der dramatische Hergang wurde durch Videoaufzeichnungen der Polizei belegt.
Die Sogwirkung zog den Mann umgehend auf die offene See. Er probierte verzweifelt, wieder das Ufer zu erreichen – ohne Erfolg. „Ich bin zuvor noch nie im Meer geschwommen“, äußerte der 39-Jährige später gegenüber einem Journalisten in der Klinik. Sein Überlebenskampf hatte damit erst angefangen.
Kampf ums Überleben auf hoher See
Sein Mobiltelefon war verloren, einen Notruf abzusetzen war unmöglich. Um Energie zu sparen, ließ Qin sich treiben und entledigte sich sogar seiner Kleidung sowie seines Schmucks. Nach mehr als 40 Stunden gelangte er zu einer Boje, wo er sich kurz ausruhen konnte. Doch das kurze Glück endete jäh: Eine Welle spülte ihn wieder zurück ins offene Wasser.
Am 31. Mai, also am fünften Tag seiner unglaublichen Irrfahrt, kam er bei einer anderen Boje an. Die Kraft, um hinaufzuklettern, fehlte ihm aber. Er konnte sich nur noch entkräftet daran festhalten.
Rohe Krebse und Urin als letzte Rettung
Um den quälenden Hunger zu bekämpfen, ergriff er eine extreme Maßnahme: Er verzehrte zig kleine Krustentiere, die er an der Boje entdeckte – und das roh. Seinen Durst stillte er laut der Agentur Xinhua mit Salzwasser aus dem Meer und dem eigenen Urin.
Nach sieben endlosen Tagen auf dem Wasser fanden zwei Fischer den vollkommen erschöpften Mann. Qin hatte bereits Wahnvorstellungen und war blind, wie der Fischer Zheng Shizhong dem örtlichen TV-Sender von Hainan mitteilte. Seine Retter hielten ihm eine lange Stange hin und hievten ihn an Bord.
Rettung in letzter Sekunde
„Er wusste gewiss, dass ihn jemand rettet“, so Zheng. In seiner Wahrnehmung erlebte Qin die Situation jedoch völlig anders: In der Klinik berichtete er, er sei überzeugt gewesen, den Türgriff eines Restaurants zu umklammern.
Wieder an Land, kam Qin umgehend auf die Intensivstation eines Hospitals im Bezirk Chengmai. Der Mediziner Chen Boyi erwähnte infizierte Verletzungen sowie eine massive Austrocknung. Aber der 39-Jährige ist ein wahrer Kämpfer: Als sich seine Verfassung stabilisierte, erfolgte am 5. Juni die Verlegung auf eine reguläre Krankenstation. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
