Vor der Küste Siziliens haben Taucher ein mehr als 2000 Jahre altes römisches Schiffswrack mit Hunderten antiken Amphoren entdeckt.
Sensation im MittelmeerTaucher finden 2000 Jahre altes Schiffswrack

Copyright: Ministero della Cultura oder MiC / Carabinieri TPC
Vor der Küste Siziliens haben Taucher ein mehr als 2000 Jahre altes römisches Schiffswrack mit Hunderten antiken Amphoren entdeckt.
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Das antike Schiffswrack liegt rund drei Seemeilen – etwa fünf Kilometer – vor der Küste von Mazara del Vallo im Westen Siziliens. Es befindet sich in einer Tiefe von 46 Metern. Das Wrack wird vorläufig auf das zweite bis erste Jahrhundert vor Christus datiert und stammt damit aus der Zeit der Römischen Republik.
Nach Angaben der italienischen Behörden liegen auf dem Meeresboden Hunderte Amphoren, überwiegend vom Typ „Dressel 1A“. Diese Gefäße wurden in der Antike vor allem zum Transport von Wein verwendet. Die Ladung soll rund 500 Amphoren umfassen.
Das Schiff war nach Angaben lokaler Medien etwa 21 Meter lang und sechs Meter breit. Neben den Amphoren wurden am Fundort auch zwei Bleistücke von Ankern sowie eine weitere Struktur aus Blei entdeckt.
Zwei Taucher stoßen auf antike Amphoren
Den entscheidenden Hinweis auf die Fundstelle gaben Privatleute. Die beiden Unterwasserfischer Giacomo De Mola und Igor Bisulli waren vor der Küste von Mazara del Vallo unterwegs, als sie auf die ungewöhnliche Struktur am Meeresboden aufmerksam wurden.
De Mola schilderte die Entdeckung später auf Instagram. Die Sicht sei nicht besonders gut gewesen. Als er sich der Stelle näherte, habe er zunächst nicht mit einem Schiffswrack gerechnet. Dann habe er unter sich eine riesige Fläche voller Amphoren entdeckt.
Archäologen untersuchen das Schiffswrack
Nach dem Hinweis untersuchten Spezialisten die Fundstelle. Beteiligt waren die für den Schutz des Kulturerbes zuständige TPC-Einheit der Carabinieri in Palermo, die Meeresarchäologie-Behörde der Region Sizilien sowie die Carabinieri-Taucherstaffel aus Messina. Unterstützt wurde der Einsatz von einem Patrouillenboot aus Trapani.

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Eine „Sensation“ im Mittelmeer: Der Fundort des mehr als 2.000 Jahre alten römischen Frachters mit seiner intakten Ladung.
Die Fundstelle soll nun genauer dokumentiert und wissenschaftlich untersucht werden. Dabei wollen die Archäologen unter anderem den historischen Kontext des Wracks und seiner Ladung genauer bestimmen. Zudem sollen Maßnahmen zum Schutz der Fundstelle getroffen werden.
Fund gibt Einblicke in antike Handelsrouten
Die Amphoren könnten wichtige Hinweise auf die Handelswege im Mittelmeer vor mehr als 2000 Jahren liefern. Der Typ „Dressel 1A“ war besonders zwischen dem zweiten und ersten Jahrhundert vor Christus verbreitet und wird mit dem Transport von Wein in Verbindung gebracht.

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Die Meeresboden-Kartierung zeigt eine dichte Ansammlung von Amphoren des Typs Dressel 1A, die vor über zwei Jahrtausenden Wein transportierten.
Italiens Kulturminister Alessandro Giuli sprach von „einer der bedeutendsten archäologischen Unterwasserentdeckungen der vergangenen Jahre“. Die Carabinieri bezeichneten den Fund als „bedeutenden archäologischen Unterwasserfund“.
Giuli erklärte weiter: „Das Meer gibt weiterhin wertvolle Fragmente unserer Geschichte preis. Das Wrack von Mazara del Vallo erzählt von den Menschen, den Routen und dem Handel, die das Mittelmeer zu einem Knotenpunkt der Zivilisationen machten.“ (jag)
