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Schweinepest-Alarm in NRWTote Wildschweine außerhalb der Sperrzone – Gebiet wird größer

Schweinepest in Nordrhein-Westfalen

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Auch Zäune sollen helfen, die Ausbreitung der Schweinepest im Sauerland zu verhindern. (Archivbild)

Schweinepest-Schock: Behörden erweitern jetzt die Sperrzone

Alarm im Sauerland: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) greift weiter um sich. Weil jetzt auch außerhalb der bekannten Zonen tote Wildschweine gefunden wurden, ziehen die Behörden die Notbremse. Das hat harte Konsequenzen für alle Menschen in der Region.

Vom Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf wurde bestätigt, dass die bisherige Sperrzone erweitert werden muss. Auslöser sind vier Wildschweine, die bei Netphen-Grissenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) entdeckt wurden. Der schockierende Befund: Die Tiere starben nachweislich an der Seuche und waren außerhalb des Schutzgebiets, das seit vergangenem Sommer existiert.

Die Suche nach weiteren Kadavern in dem Areal läuft auf Hochtouren, heißt es. Ein totes Tier wurde bereits am 1. Mai aufgespürt, drei weitere kamen am vergangenen Donnerstag dazu. Erste Laboranalysen bestätigen nun bei diesen Funden das ASP-Virus.

Achtung: Diese Einschränkungen gelten jetzt

Um eine unkontrollierte Verbreitung des Virus zu stoppen, treten in den Sperrgebieten strenge Vorschriften für Landwirte, Jägerschaft und die Bevölkerung in Kraft. Für euch als Wanderer oder Spaziergänger bedeutet das: Verlasst unter keinen Umständen die ausgewiesenen Wege! Schweinezüchter müssen sich auf erhebliche Beschränkungen bei der Vermarktung einstellen.

Welche Gebiete es im Detail treffen wird, wird aktuell noch zwischen den zuständigen Kreisen verhandelt. Ein Sprecher vom Landwirtschaftsministerium in NRW erklärte, man sei auch in enger Abstimmung mit den Behörden in Hessen. Der Grund: Die jüngst gefundenen infizierten Tiere lagen sehr nah an der Landesgrenze.

Mit Zäunen gegen die Seuche

Zu den Gesprächen gehören auch gemeinsame Pläne für den Bau von Zäunen. Schon Mitte April wurde mit der Errichtung einer zweiten Zaunlinie begonnen. Diese laufenden Maßnahmen werden nun an die neuen Fundstellen angepasst.

Seit dem allerersten Nachweis eines ASP-infizierten Wildschweins bei Kirchhundem im Kreis Olpe (Juni 2025) hat das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung in NRW rund 600 positiv getestete Tiere registriert. Bislang beschränkten sich sämtliche Fälle auf die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und den Hochsauerlandkreis. Mehr als 46.000 Tiere im ganzen Bundesland wurden negativ getestet.

Keine Gefahr für Menschen – Todesurteil für Schweine

Hier die Entwarnung: Für den Menschen und andere Tierarten ist das Virus harmlos. Für Haus- und Wildschweine bedeutet eine Infektion hingegen fast ausnahmslos den Tod. Die ökonomischen Folgen sind brutal: Wird in einem Stall auch nur ein einziges Schwein positiv getestet, muss meist der komplette Bestand gekeult werden. Enorme finanzielle Verluste und Handelsbeschränkungen sind die Folge. Anders als im Münsterland oder in Ostwestfalen ist die Dichte an schweinehaltenden Höfen in der betroffenen, waldigen Gegend aber zum Glück überschaubar. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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