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Schock auf dem RollfeldRiesen-Airbus rammt plötzlich Delta-Flieger

Eine Passagiermaschine der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines auf dem Rollfeld.

Copyright: IMAGO/Rüdiger Wölk

Eine Passagiermaschine der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines auf dem Rollfeld. (Symbolbild)

Zwischenfall am Airport Los Angeles: Ein riesiger Airbus touchiert beim Rollen eine andere Maschine. Für die Passagiere ein riesiger Schreck.

Schrecksekunde für Hunderte Flugpassagiere am Los Angeles International Airport: Auf dem Rollfeld des kalifornischen Großflughafens sind am Dienstagmorgen zwei vollbesetzte Passagiermaschinen kollidiert.

Wie die US-Luftfahrtbehörde FAA und die Tageszeitung „Los Angeles Times“ berichten, berührten sich die Jets bei niedriger Geschwindigkeit.

Nach ersten offiziellen Angaben kamen sowohl Passagiere als auch Besatzungsmitglieder mit dem Schrecken davon – Verletzte gab es glücklicherweise keine.

Tragfläche rasiert Heckleitwerk ab

Der Vorfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr Ortszeit auf einem der stark frequentierten Rollwege. Flug Delta Air Lines 7 befand sich mit 275 Fluggästen und 15 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg zur Startbahn in Richtung Tokio-Haneda.

Beim Vorbeirollen streifte die linke Tragfläche der Großraummaschine das Heckleitwerk von Flug Air Canada 785. Wie ein Sprecher der kanadischen Fluggesellschaft gegenüber dem US-Sender NBC4 bestätigte, wurde das betroffene Flugzeug zum Unfallzeitpunkt gerade von einem Schlepper zum Gate gezogen.

Fluggesellschaft entschuldigt sich bei Passagieren

Die Fluggesellschaft Delta Air Lines bestätigte den Bodenkontakt offiziell. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, die Sicherheit der Reisenden und der Crew stehe stets an erster Stelle, zudem entschuldigte man sich für die entstandenen Verspätungen und Unannehmlichkeiten.

Die Federal Aviation Administration (FAA) hat umgehend offizielle Untersuchungen eingeleitet, um den genauen Hergang und mögliche Fehleinschätzungen im Cockpit lückenlos aufzuklären.

Augenzeuge spottet über Manöver im Netz

Für Erstaunen sorgte der Zwischenfall vor allem bei Augenzeugen an Bord anderer wartender Maschinen. Jayson Lowe, Chef eines Finanzunternehmens, beobachtete das Geschehen direkt aus seinem Kabinenfenster und teilte seine Fassungslosigkeit auf Social Media.

Ein A350 habe es tatsächlich geschafft, ein völlig stillstehendes, geparktes Flugzeug zu treffen. Lowe wunderte sich öffentlich darüber, wie man im Cockpit die räumliche Orientierung neben einem Objekt von der Größe eines mehrstöckigen Wohnhauses verlieren könne. (jag)