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Machtkampf in SalzburgStar-Intendant vor dem Rauswurf – offener Brief von Promis

Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser

Copyright: Barbara Gindl/apa/dpa

Hinterhäuser leitet die Salzburger Festspiele seit 2016. (Archivbild)

Riesen-Zoff in Salzburg! Dem Festspiel-Boss droht der Rauswurf.

Die Salzburger Festspiele öffnen eigentlich erst im Juli ihre Pforten, aber schon jetzt bahnt sich ein gewaltiges Theater an. Das Verhältnis zwischen dem Leiter Markus Hinterhäuser und dem Kontrollgremium des weltbekannten Festivals gilt als vollständig zerstört. Ein frühzeitiges Ende seiner Amtszeit wird diskutiert, und eine Krisenbesprechung am Freitag soll die Situation klären.

Laut Informationen der dpa spitzte sich die Auseinandersetzung zu, als es um die Amtsführung des langjährigen Leiters ging. Der jüngste Anlass war die Besetzung der Schauspiel-Spitze: Ein formelles Bewerbungsverfahren wurde vom Gremium verlangt. Hinterhäuser habe stattdessen eine Bewerberin vorgeschlagen, die eine offizielle Anhörung ablehnte.

„Letzter Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“

Diese Angelegenheit war anscheinend nur der Höhepunkt einer längeren Entwicklung. „Das ist der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, äußerte die Leiterin des Kulturressorts der „Salzburger Nachrichten“ in dem Podcast „Backstage Classical“. Bereits in der Vergangenheit hatten Beschlüsse während Hinterhäusers Amtszeit für Aufsehen gesorgt.

So erfolgte im Herbst 2023 ein unerwarteter Wechsel bei der Produktion und dem Ensemble des berühmten Stücks „Jedermann“ bereits nach einer Spielzeit. Außerdem musste Ende 2024 die seinerzeitige Leiterin des Schauspiels, Marina Davydova, nach lediglich einem Jahr ihren Posten räumen.

Unterstützung für Hinterhäuser aus der Kunstszene

Der Aufsichtsrat, der die öffentlichen Finanziers vertritt, macht Hinterhäuser den Vorwurf, gegen eine vertragliche Regelung zu seinem Umgang mit dem Leitungsteam und Dritten verstoßen zu haben. Deshalb sei ein Verbleib bis 2031 ausgeschlossen; er müsse stattdessen bereits im kommenden Herbst oder spätestens im Folgejahr seinen Posten aufgeben. Zwar gestand der Leiter Fehler in der Kommunikation ein, hat sich jedoch bislang nicht über seine weiteren Pläne geäußert.

Allerdings erhält Hinterhäuser Zuspruch von bekannten Persönlichkeiten. In einem öffentlichen Schreiben positionierten sich Kulturschaffende wie die Nobelpreisträger für Literatur Peter Handke und Elfriede Jelinek sowie der Filmemacher Michael Haneke auf seiner Seite. Seine Verdienste stehen außer Frage: Seit langer Zeit verantwortet er hochwertige Spielpläne und ausverkaufte Vorstellungen.

Deshalb ist der Konflikt so heikel

Zu den Kontrahenten zählt beispielsweise der österreichische Kulturminister und Vizekanzler Andreas Babler. Dieser befürwortet die Position des Aufsichtsgremiums und erklärte gegenüber der Agentur APA: „Fairness und ein respektvoller Umgang sind für mich ein wichtiges Element im Kunst- und Kulturbetrieb.“

Die Auseinandersetzung besitzt eine gewaltige Bedeutung, da das Festival als eine der bedeutendsten Kulturveranstaltungen weltweit angesehen wird und der Salzburger Region jedes Jahr Einnahmen in Millionenhöhe beschert. Darüber hinaus sind für die nächsten Jahre Sanierungsarbeiten im Wert von 395 Millionen Euro geplant. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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