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Urteil nach Rulantica-Horror:Mann (31) zerrt Mädchen (6) aus Bad – das ist seine Strafe

Angeklagter im Rulantica-Prozess

Copyright: Martin Oversohl/dpa

Der Angeklagte hatte die Taten im Prozess eingeräumt. (Archiv)

Ein Verbrechen, das fassungslos macht und Eltern schockiert. Ein kleines Mädchen wird aus dem Spaßbad Rulantica entführt und sexuell missbraucht. Das Landgericht Freiburg hat jetzt über den Täter geurteilt.

Eine Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten muss der 31 Jahre alte Täter absitzen. Diese Entscheidung fällte das Gericht wegen des entsetzlichen Vorfalls, der sich im Sommer 2025 in dem bekannten Wasserpark in Rust, der zum Europa-Park gehört, abspielte.

Kind mit falschem Versprechen aus dem Wasser gelockt

Der Mann hatte das Kind im Schwimmbad angesprochen und seine Hilfe vorgetäuscht, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Doch anstatt zu helfen, zerrte er die Sechsjährige laut Gerichtsbeschluss aus der Anlage und in ein angrenzendes Maisfeld.

Dort verging er sich an dem Mädchen. Das Kind wehrte sich heftig, woraufhin der Angreifer von ihm abließ. Doch dann warf er es einfach in ein Gebüsch, das an einer Straße lag, und überließ es seinem Schicksal.

Das kleine Mädchen irrte stundenlang umher. Es wurde erst viel später gefunden – etliche Kilometer von dem Wasserpark entfernt. Es war verletzt, panisch und trug nur noch einen Bikini sowie Badeschuhe. Ein absoluter Albtraum für das Kind und seine Angehörigen.

Geständnis des Täters: „Kann es mir nicht erklären“

Vor dem Freiburger Landgericht räumte der aus Rumänien stammende Mann die Tatvorwürfe zum Prozessbeginn über seinen Verteidiger ein. Er ließ mitteilen: „Ich bereue sehr, dass das geschehen ist. Ich kann mir auch nicht erklären, wie es dazu kommen konnte“.

Nach dem Verbrechen tauchte der Mann ab. Er konnte aber eine Woche darauf in seinem Heimatland in Osteuropa gefasst werden. Zeugenaussagen und Videomaterial, welches Rulantica-Betreiber Europa-Park bereitgestellt hatte, führten zu seiner Ergreifung.

So reagiert der Europa-Park auf die schreckliche Tat

Der Europa-Park selbst gab auf Nachfrage an, sich nicht zu dem laufenden Prozess äußern zu wollen. Allerdings seien direkt nach dem Vorfall die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren worden. Eltern werden nun intensiver aufgeklärt und haben die Möglichkeit, ihren Kindern Armbänder mit der eigenen Telefonnummer zu geben.

Zusätzlich wurden laut Angaben des Parks die Überprüfungen am Ein- und Ausgang verstärkt. Solche furchtbaren Geschehnisse sollen sich in Zukunft nicht wiederholen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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