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Rätsel um Otto den GroßenSein Grab im Magdeburger Dom wurde mehrfach verschoben

Neue Erkenntnisse zum Standort des Grabs Ottos des Großen

Copyright: Peter Gercke/dpa

Der Standort des Grabs Ottos des Großen wird von Experten unter die Lupe genommen.

Kaiser-Rätsel in Magdeburg: Ottos Grab wurde verschoben!

Riesen-Überraschung im Dom zu Magdeburg! Bei Ausgrabungen am Grab von Kaiser Otto dem Großen (912-973) ist eine spektakuläre Entdeckung gelungen. Experten des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie sind sicher: Der Sarg des Kaisers wurde über die Jahrhunderte hinweg mehrmals umgestellt! Darauf weisen frisch freigelegte Fundamentsteine mit Zeichen von Steinmetzen aus dem Spätmittelalter hin.

Otto I., bekannt als Otto der Große, war eine Schlüsselfigur für Europa. Er schuf die Basis für das nachfolgende Heilige Römische Reich. Seine Krönung zum Kaiser erfolgte 962 in Rom. Das Erzbistum Magdeburg wurde von ihm 968 ins Leben gerufen. Sein Tod ereignete sich 973 in Memleben.

Kaiser-Rätsel: Wo war das erste Grab?

Doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wo wurde der Herrscher ursprünglich zur letzten Ruhe gebettet? „Die Untersuchungen lieferten keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Grabstätte Ottos des Großen bereits im Vorgängerbau des heutigen Doms an derselben Stelle befand“, stellt Landesarchäologe Harald Meller klar. „Die Frage nach dem ursprünglichen Bestattungsort des Kaisers im Dom bleibt damit weiterhin offen.“

Die Grabungen sind Teil einer gewaltigen Aktion, um das schwer lädierte Grabmal zu dokumentieren und zu erhalten. Zu Beginn des Jahres wurde der Sarkophag aus Kalkstein von seinem Platz im „Hohen Chor“ gehoben. Das bot den Archäologen die einmalige Gelegenheit, den Boden darunter genauestens zu inspizieren.

Geheimgänge unter dem Domchor aufgedeckt

Dort wurde klar, dass der Sarg auf riesigen Quadern aus Sandstein stand. Auf zwei dieser Blöcke finden sich die verräterischen Markierungen von Steinmetzen aus dem Spätmittelalter. Außerdem entdeckten die Experten stark verrostete Keile aus Eisen, welche früher zum Ausrichten des Sarkophags genutzt wurden.

Die Ausgrabungen beleuchteten auch ein Tunnelsystem unter dem Boden des „Hohen Chors“, das schon lange bekannt, aber nie komplett erforscht war. Diese Gänge, deren Ursprünge teilweise bis ins Mittelalter reichen, wurden im 19. Jahrhundert zugeschüttet. So sollte ein Absenken des Fußbodens gestoppt werden.

Farb-Sensation: Der alte Dom war knallbunt

Viele Fundstücke erzählen die turbulente Vergangenheit der Kathedrale. Die Forscher fanden zum Beispiel Münzen, Perlen aus Glas, Töpferwaren und sogar Bruchstücke von Fenstern aus Gips-Kristall. Der absolute Höhepunkt sind aber Reste von bemaltem Putz. Sie belegen, dass die früheren Kirchenbauten an dieser Stelle einmal in prachtvollen Farben leuchteten.

Die Maßnahmen sind ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zusammen mit dem Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Der Anlass: Im Jahr 2024 wurden massive Beschädigungen am Grabmal entdeckt. Als Schuldige gelten rostende Metallteile von älteren Reparaturen, aber auch Nässe und Salze, die aus dem Boden aufsteigen. (dpa/red)

Am 1. September kehrt der Kaiser zurück

Schon im Jahr 2025 hatte man den Sarkophag und den Holzsarg darin geöffnet. Analysen haben laut den Projektleitern ergeben, dass die gefundenen Knochen wirklich von Otto dem Großen stammen. Am 1. September werden seine sterblichen Überreste in einem neuen Sarg erneut im Dom von Magdeburg ihre letzte Ruhe finden.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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