Eine Reise, die in die Geschichte eingeht. Papst Leo XIV. ist in Afrika.
Premiere für den PapstLeo XIV. besucht erstmals das muslimisch geprägte Algerien

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Papst Leo XIV. reist nach Afrika. Dort leben mittlerweile mehr Katholiken als in Europa.
Papst Leo XIV. hat seine erste und bisher längste Reise im Amt angetreten: eine elftägige Tour durch Afrika. Der Anführer von 1,4 Milliarden Katholiken wird dabei Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea aufsuchen. Der Auftakt in Algerien ist ein historischer Moment, denn nie zuvor hat ein Pontifex das muslimisch dominierte Land besucht. Dort zählt die katholische Gemeinde bei fast 47 Millionen Bürgern gerade einmal rund 9.000 Mitglieder.
Doch dieser Stopp ist für Leo XIV. eine Herzensangelegenheit. In dieser Region kam im vierten Jahrhundert der Heilige Augustinus von Hippo zur Welt, der Namenspatron des Augustinerordens. Der amtierende Papst gehört diesem Orden seit fast 50 Jahren an und war vor seiner Zeit im Vatikan sogar dessen globaler Leiter. Am Dienstag wird er nach Annaba reisen, dem früheren Hippo, um die Wirkungsstätte des Heiligen zu besuchen. Zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus war Leo im vergangenen Mai ernannt worden.
Mehr Katholiken in Afrika als in Europa
Die weiteren Etappen führen den Pontifex nach Kamerun (15. bis 18. April), Angola (18. bis 21.) und Äquatorialguinea (21. bis 23.). Ein zentrales Thema wird dabei die Migration sein, wie die dpa meldet. Dies betrifft sowohl Afrika als Ausgangspunkt vieler Routen als auch Spanien, wohin im Juni die nächste Reise geplant ist und wo viele Boote mit Geflüchteten ankommen. Seine erste Auslandsreise als Papst führte Leo in die Türkei und den Libanon, und erst kürzlich besuchte er Monaco. (red)
Der afrikanische Kontinent ist für die katholische Kirche eine Schlüsselregion mit starkem Wachstum. Die Zahlen sind ein echter „Wie bitte?!“-Moment: Mit circa 290 Millionen Katholiken leben dort heute mehr Gläubige als in ganz Europa. Weltweit stammt bereits jeder fünfte Katholik (20,3 Prozent) aus Afrika. Besuche von Päpsten haben dort Tradition: Der polnische Pontifex Johannes Paul II. reiste insgesamt 15 Mal dorthin, Franziskus immerhin fünf Mal.
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