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Mutter lässt Kinder im Nebel zurückWanderer retten verzweifelte Brüder

Wanderin steht bei Dämmerung auf Aussicht.

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Eine Mutter ist in Polen einfach weiter zum Gipfel marschiert und hat ihre Kinder im dichten Nebel zurückgelassen. (Symbolbild)

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Eine Mutter marschiert einfach weiter zum Gipfel und lässt ihre Kinder im dichten Nebel zurück. Eine Wandergruppe greift im letzten Moment ein.

Dichter Nebel, eisige Temperaturen und zwei völlig verlassene Kinder am Wegesrand. Was eine Wandergruppe am vorvergangenen Samstag am Berg Bukowe Berdo im Südosten Polens erlebte, klingt wie ein Albtraum.

Laut einem Facebook-Post des polnischen Touristenvereins PTTK aus Rzeszów waren die Wanderer am 17. Oktober 2026 auf dem Weg, als sie plötzliche Hilferufe vernahmen. Plötzlich sind das herzzerreißende Schluchzen und der Schrei eines Kindes zu hören, schilderten die Augenzeugen die dramatischen Momente am Wegesrand.

Dort traf die Gruppe auf die orientierungslosen Brüder im Alter von acht und 14 Jahren, von denen der jüngere bitterlich weinte.

Polen: Mutter wollte alleine auf den Gipfel

Auf Nachfrage der geschockten Wanderer erzählten die Jungen die unfassbare Geschichte. Demnach hatte ihre eigene Mutter sie im Stich gelassen, um den Gipfel ganz alleine zu erreichen. Der Weg dorthin wäre von dieser Stelle aus noch etwa eine Stunde zu Fuß entfernt gewesen.

Weil die Kinder den anstrengenden Aufstieg verweigert hatten, forderte die Frau sie einfach auf, 15 Minuten auf ihre Rückkehr zu warten. Wie die Jungen berichteten, war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits deutlich mehr als eine Viertelstunde vergangen.

Kleiner Junge irrte schon im Nebel umher

Die hilfsbereiten Wanderer kümmerten sich sofort rührend um die beiden Brüder und versuchten, sie zu beruhigen. Die Situation war brandgefährlich, denn der jüngere Junge hatte den markierten Wanderweg in seiner Panik bereits verlassen und versucht, alleine in das tückische, nebelverhangene Gebiet hinabzusteigen. Dank des schnellen Eingreifens der Wandergruppe konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Mutter zeigte laut dem polnischen Touristenverein PTTK nach ihrer Rückkehr keinerlei Schuldbewusstsein oder Verständnis für die Gefahr, in die sie ihre Kinder gebracht hatte. Völlig unbeeindruckt erklärte sie den fassungslosen Wanderern, sie sei ja nur kurz weg gewesen und die Jungen hätten ihr Vorhaben blockiert, den Gipfel zu erreichen.

Erst als ihr mit rechtlichen Schritten und prokuratorischen Ermittlungen gedroht wurde, rang sie sich zu einem gezwungenen Entschuldigungswort durch, zeigte ansonsten jedoch null Reflexion. (jag)