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Schaufenster eingeschlagenPlünderungen nach Demo in Frankfurt

Frankfurt am Main: Ein Mann schlägt am Samstag (31. Oktober) die Scheiben von einem Geschäft ein, um zu plündern.

Copyright: Boris Roessler/dpa

Frankfurt am Main: Ein Mann schlägt am Samstag (31. Oktober) die Scheiben von einem Geschäft ein, um zu plündern.

In Frankfurt ist die Situation nach der großen „Gen Z“-Demo komplett aus dem Ruder gelaufen.

Ein über weite Strecken friedlicher Protest tausender Menschen in Frankfurt ist mit Gewalt und Ausschreitungen zu Ende gegangen. Tausende Menschen folgten einem Aufruf der Initiativen „Gen Z regelt“ und „Generation Aufbruch“ und demonstrierten für mehr Investitionen in Bildung und Gesundheit sowie gegen die Einführung einer Wehrpflicht. Stunden später kippte die Stimmung.

Tumultartige Szenen und Plünderungen am Abend

Polizisten wurden nach eigenen Angaben mit Böllern, Steinen und Flaschen beworfen. Es kam auch zu Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Teilnehmern der Demonstration. Mehrere Beamte erlitten nach ersten Erkenntnissen des Innenministeriums Verletzungen. Die Zahl der Verletzten unter den Demonstranten war zunächst nicht bekannt.

Frankfurt am Main: Demonstranten haben eine Mülltonne angezündet.

Copyright: Florian Wiegand/dpa

Frankfurt am Main: Demonstranten haben eine Mülltonne angezündet.

Die Polizei löste den Demonstrationszug am frühen Abend auf, Ruhe kehrte damit aber nicht ein. Einzelne Gruppen und viel Polizei waren in der Frankfurter Innenstadt unterwegs, insbesondere in der Nähe der Einkaufsstraße Zeil zwischen Konstablerwache und Hauptwache kam es zu teils tumultartigen Szenen und Scharmützeln zwischen Randalierern und Polizei. Ein Hubschrauber beobachtete die Entwicklung aus der Luft.

Mehrere Gewalttäter schlugen Schaufensterscheiben von Geschäften ein und versuchten, Gegenstände daraus mitzunehmen. An der Konstablerwache versuchten Randalierer eine Blockade mit einem umgekippten Müllcontainer zu errichten, wie dpa-Reporter beobachteten. Die Polizei verhinderte dies mit massivem Einsatz. Gegen 20.45 Uhr sagte ein Sprecher, dass die Lage etwas ruhiger geworden sei. Es sei aber nach wie vor ein großes Polizeiaufgebot vor Ort, Schwerpunkt sei die Konstablerwache.

Aus Angst vor Ausschreitungen hatten viele Einzelhändler in den Innenstädten und vor allem in Luxus-Einkaufsstraßen auch in Frankfurt vorsorglich ihre Schaufenster mit Holzplatten oder anderem verbarrikadiert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch wenn das Innenministerium in Wiesbaden nicht mit Ausschreitungen wie jüngst bei den Sozialprotesten in Frankreich rechnete. (dpa)