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Wahnsinns-Tiefflug!Passagierjets brettern über 55.000 Fans hinweg

Die Air Force One mit vier Kampfjets bei einem Flyover.

Copyright: Getty Images via AFP

Das Spektakel vor dem Rugby-Duell zwischen den Springboks und den All Blacks begeistert Fans – und löst weltweit Kopfschütteln aus. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Irre Flugshow in Kapstadt: Zwei Jets donnern nur 12 Meter über ein volles Stadion und lösen eine weltweite Debatte aus.

Eine unfassbare Szene! Zwei Jets brettern mit haarscharfem Abstand über eine volle Arena. Aufnahmen davon gehen im Netz steil und entfachen eine weltweite Debatte.

Es wirkt wie aus einem Actionfilm: Am Samstag (30. August) sind zwei Maschinen der Fluglinie Airlink in Kapstadt nur etwa zwölf Meter über das Dach des DHL-Stadions geflogen. Direkt darunter saßen über 55.000 Menschen. Die atemberaubende Aktion vor dem Rugby-Match zwischen den Springboks und den All Blacks sorgte für Jubel, aber auch für eine globale Diskussion über die Sicherheit.

Hintergrund der waghalsigen Flugshow war das zweite Testspiel der Reihe „Rugby’s Greatest Rivalry“. Dafür flogen zwei Embraer-Flugzeuge in einer engen Formation über die Arena – eine Maschine in den Farben der Springboks (Grün-Gold), die andere im Schwarz der All Blacks. An Bord waren keine Passagiere, stattdessen wurden die Jets laut der Airline von je drei routinierten Piloten gesteuert.

Daten von „Flightradar24“ bestätigen die heikle Aktion: Die Flughöhe betrug nur circa 12,5 bis 14 Meter über der Dachkante, bei einem Tempo von rund 280 km/h.

Show oder Risiko? Jetzt wird der Tiefflug geprüft

Die Fluggesellschaft Airlink weist die Vorwürfe zurück. Die Aktion sei minutiös geplant, mehrfach geübt und von der südafrikanischen Zivilluftfahrtbehörde (SACAA) bewilligt worden. Man habe sich an sämtliche Vorgaben gehalten. Derartige Überflüge haben in Südafrika bei wichtigen Rugby-Partien Tradition – legendär ist der Tiefflug einer Boeing 747 bei der Weltmeisterschaft 1995.

Während zahlreiche Fans im Stadion und online die Genauigkeit bejubelten, äußern internationale Fachleute Bedenken wegen der minimalen Sicherheitsabstände über der riesigen Menschenansammlung. Das Rugby-Spiel gewannen am Ende übrigens die Springboks mit 33:26.

Dennoch bleibt die Frage, ob eine rote Linie übertreten wurde. Die Behörde SACAA kündigte eine offizielle Untersuchung der Flugdaten an. Falls sich erweist, dass die erlaubten Mindestabstände nicht eingehalten wurden, könnte es für die Fluglinie und die Piloten disziplinarische oder juristische Folgen haben. International könnte der Vorfall den Druck für strengere Regeln bei Tiefflügen über volle Stadien erhöhen. (red)

Der Rapper Tupac Shakur im Jahr 1994.
Nach 30 Jahren
Urteil im Mordfall Tupac ist gefallen