Gerüchte um Krebs und Rücktritt Jetzt meldet sich Papst Franziskus zu Wort

Papst Franziskus legt seinen Kopf in die Hand bei seiner wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan am 15. Juni 2022.

Papst Franziskus, hier bei einer Generalaudienz am 15. Juni 2022, im Gebet vetrieft, hat sich nun selbst zu Rücktrittgerüchten geäußert.

Seit Wochen gibt es Gerüchte um eine Krebserkrankung von Papst Franziskus. Tritt das Oberhaupt der katholischen Kirche zurück? Jetzt hat sich der Pontifex zu Wort gemeldet.

Dass sich der Papst zu Wort meldet, ist nicht ungewöhnlich. Wohl aber, dass er selbst in einem Interview Stellung zu Gerüchten über seine Person nimmt. Franziskus hat Meldungen über einen bevorstehenden Rücktritt im August zurückgewiesen. „Das kam mir nie in den Sinn“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt in einem am Montag (4. Juli) veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Spekulationen waren aufgekommen, weil Franziskus für Ende August die Kardinäle aus allen Teilen der Welt - diese wählen im Konklave den Papst - nach Rom berufen hatte und zu dieser Zeit auch einen Besuch im italienischen L'Aquila plant, wo Papst Coelestin V. begraben liegt. Dieser war der erste Papst in der Geschichte, der zu Lebzeiten sein Amt niederlegte.

Der Vorgänger von Franziskus, der deutsche Papst Benedikt XVI., war im Februar 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. 

Rücktritt von Papst Franziskus: Das wäre eine Bedingung

Dass Papst Franziskus eines Tages zurücktreten könnte, ist jedoch kein Geheimnis. Bedingung dafür wäre für ihn, dass er sein Amt wegen seiner Gesundheit nicht mehr ausüben könnte. „Wir wissen es nicht“, entgegnete er auf die Frage, wann er glaube, dass das so weit sei. „Gott wird das sagen.“

Franziskus räumte auch damit auf, dass während seiner Darm-Operation vor etwa einem Jahr Krebs entdeckt worden sei. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, sagte der Argentinier. Man habe ihm nie etwas von Krebs gesagt. Die Gerüchte wies er als Schulhof-Klatsch zurück.

Derzeit plagt den Pontifex sein schmerzendes Knie, weswegen er seine für Anfang Juli geplante Afrika-Reise verschieben musste. Die Schmerzen stammen ihm zufolge von einem kleinen Bruch im Knie, den er sich zuzog, als er während einer Bänderentzündung stolperte. Operieren lassen wolle er sich jedoch nicht, weil er nach dem zurückliegenden Eingriff Nebenwirkungen von der Narkose hatte. „Es geht mir langsam immer besser“, sagte Franziskus. (dpa)

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