Ein Todesfall und ein Fremder bringen ihr Leben durcheinander.
Ohne echte HöhepunkteNeuer Roman von Ulrich Woelk kann Kritiker nicht überzeugen

Copyright: Frank Rumpenhorst/dpa
Woelks Roman spiegelt die Realität einer schon etwas älteren Akademikerin aus einem typisch linksliberalen Hauptstadtmilieu wider. (Symbolbild)
Für Leser von Ulrich Woelk ist sie keine Unbekannte: Ruth Lember, die Philosophieprofessorin aus der Hauptstadt. Sie war die zentrale Figur in dem Roman „Mittsommertage“. Dort wurde das Dasein der erfolgreichen Frau Mitte Fünfzig völlig auf den Kopf gestellt – eine Jugendsünde aus der Politik wurde enthüllt und ihre Verbindung mit Architekt Ben zerbrach.
Der Nachfolger „Hellere Tage“ setzt die Geschichte direkt fort. Aber keine Panik, das Buch funktioniert auch, ohne den ersten Band zu kennen. Ruth steht nun vor der Herausforderung, ihr Dasein als alleinstehende Frau neu zu gestalten.
Drama geht weiter: Ein Todesfall und ein Fremder sorgen für Chaos
Aber natürlich wird es nur noch verzwickter. Der Verlust ihres Vaters reißt nicht nur ein tiefes Loch, sondern enthüllt auch eine verstörende neue Tatsache über den Menschen, den sie verehrte. Zusätzlich ist die Beziehung zu Ziehtochter Jenny angespannt und ein Typ aus dem autonomen Milieu mischt Ruths Alltag ordentlich auf.
Woelks neues Buch zeichnet das Leben einer reiferen Akademikerin nach, die im klassischen linksliberalen Umfeld Berlins zu Hause ist. Thematisch dreht sich alles um Politik, Moral und Pflichten, aber ebenso um die simple Frage nach der korrekten Art zu leben.
Viel Alltag, wenig Spannung
Die Erzählung ist sehr detailliert und in einem nüchternen, sachlichen Ton gehalten. Das Buch fügt zahlreiche alltägliche Szenen zusammen, doch die großen Momente bleiben leider aus. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
