Nasa-Klatsche: Deutscher raus, aber Flug ohne Mond.
Italiener schnappt sich PlatzÜberraschung bei Nasa-Mondmission: Deutscher Astronaut geht leer aus

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Der italienische Esa-Astronaut Luca Parmitano wird als erster Europäer beim Nasa-Mondprogramm «Artemis» mitfliegen.
Nasa-Hammer! Deutscher Astronaut guckt in die Röhre – Italiener schnappt sich „Artemis 3“-Ticket. Was für ein Kracher aus dem Weltall! Alle dachten, ein Deutscher macht das Rennen um den ersten europäischen Mondflug. Doch jetzt die Wende: Die Nasa gibt einem Italiener den Vorzug. Aber die Sache hat einen dicken Haken.
Das ist eine echte Sensation aus Houston: Entgegen der bisherigen Planung wird kein Deutscher, sondern der Italiener Luca Parmitano der erste Europäer an Bord einer „Artemis“-Mission sein. Die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa bestätigte diese Neuigkeit. Der 49-jährige Parmitano wurde demnach als Teil der vierköpfigen Besatzung für den Flug „Artemis 3“ nominiert.
Der Flug soll im Jahr 2027 stattfinden. Zum Team zählen außerdem die amerikanischen Astronauten Andre Douglas, Frank Rubio und Randy Bresnik. Letzterer übernimmt laut Nasa die Rolle des Kommandanten, während Parmitano als Pilot fungieren wird.

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Mit zur Crew sollen auch die US-Amerikaner Andre Douglas, Randy Bresnik und Frank Rubio (l-r) gehören.
Flug zum Mond? Von wegen! Plötzlich alles neu
Aber jetzt kommt der eigentliche Hammer: Entgegen der ursprünglichen Absicht wird es bei diesem Flug keine Landung auf dem Mond geben. Die Besatzung soll stattdessen im Erdorbit Manöver üben. Konkret geht es um das Andocken der „Orion“-Kapsel an Mondlandefähren. Es ist also nur eine Testmission, meilenweit vom großen Ziel entfernt.
Der Chef der Nasa, Jared Isaacman, hatte bereits Ende Februar eine völlige Neuausrichtung der Strategie verkündet. Der Grund: Der Druck steigt. Die Zeiträume zwischen den Flügen seien einfach zu lang gewesen, erklärte Isaacman. „Mit stetig zunehmender glaubhafter Konkurrenz von unserem größten geopolitischen Kontrahenten müssen wir uns schneller bewegen, Verzögerungen eliminieren und unsere Ziele erreichen.“
Und das deutsche Mond-Ticket? Alles nur Gerede?
In Deutschland ist die Enttäuschung wohl riesig. Der Leiter der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Josef Aschbacher, hatte Ende 2025 noch groß angekündigt: „Ich habe entschieden, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden.“ Deutschland sollte den Anfang machen. Die beiden deutschen Esa-Astronauten, Alexander Gerst (50) und Matthias Maurer (56), hatten danach immer wieder unterstrichen, wie sehr sie auf diese Gelegenheit hoffen.

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Die beiden deutschen Esa-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer (links) hatten mehrfach betont, gern zum Mond fliegen zu wollen. (Archivbild)
War die Zusage von Aschbacher also nichts wert? Das kann man so oder so sehen. Zwar ist Luca Parmitano jetzt der erste Esa-Teilnehmer einer „Artemis“-Mission, aber sein Ziel ist eben nicht der Mond. Ob ein deutscher Raumfahrer stattdessen bei „Artemis 4“ dabei sein wird, ist derzeit völlig offen.
Der „Wie bitte?!“-Moment: Dieser Astronaut wäre fast im Weltraum ertrunken
Doch warum hat es Parmitano getroffen und nicht Gerst oder Maurer? Eine klare Antwort darauf gibt es nicht. Aschbacher bezeichnete Parmitano als herausragenden Piloten. Der Italiener war schon 2013 und 2019 auf der Internationalen Raumstation ISS und hat Erfahrung mit Andockmanövern – exakt die Fähigkeit, die bei „Artemis 3“ trainiert wird.

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Luca Parmitano war zweimal auf der Raumstation ISS. (Archivbild)
Zudem verbindet man mit Parmitano einen dramatischen Vorfall in der Raumfahrt: Im Jahr 2013 wäre er fast der erste Mensch gewesen, der im All ertrunken ist. Während eines Weltraumspaziergangs lief sein Helm voll Wasser, und er konnte sich nur mit letzter Kraft zurück in die ISS retten.

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Parmitano zeigte sich merklich bewegt. (Archivbild)
Rennen zum Mond: China macht Druck
Bei der Vergabe der Plätze ist auch das Geld entscheidend. Die Nationen Deutschland, Frankreich und Italien überweisen die höchsten Summen an die Esa. Deutschland hatte seine Zahlungen erst im November auf die Rekordsumme von 5,4 Milliarden Euro erhöht.

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Für Länder wie die USA und China symbolisiert die Rückkehr zum Mond technologische und geopolitische Führung. (Archivbild)
Die neue Strategie der Nasa macht klar: Das Rennen um den Mond läuft auf Hochtouren. Fachleute halten es für möglich, dass China unbemerkt an den Amerikanern vorbeizieht. Peking hat als Ziel ausgegeben, bis 2030 eine bemannte Mondlandung zu schaffen. Die Nasa will nun mit „Artemis 4“ und „Artemis 5“ im Jahr 2028 sogar zweimal auf dem Mond landen. „Wir werden noch vor Ende 2028 zum Mond zurückkehren“, versprach Isaacman.
Das gesamte Projekt hatte jedoch immer wieder mit Problemen zu kämpfen. So explodierte erst Ende Mai die Rakete „New Glenn“ von Blue Origin, der Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos, während eines Tests. Dabei soll Blue Origin eine der entscheidenden Mondlandefähren konstruieren.

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Ursprünglich sah das Projekt auch einen Außenposten am Mond namens «Lunar Gateway» vor - hier eine grafische Darstellung.
Benannt ist das „Artemis“-Programm nach der griechischen Göttin des Mondes. Bisher sind die USA die einzige Nation, die mit den „Apollo“-Flügen Menschen auf den Mond gebracht hat – insgesamt zwölf Männer. Der letzte von ihnen, Eugene Cernan, verließ den Himmelskörper am 14. Dezember 1972. (dpa/red)
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