Anzügliche SMS, Valentinskarten, ein Gesicht am Küchenfenster um 5.30 Uhr: Elf Jahre lang wurde eine Witwe in England von ihrem Nachbarn belästigt. Dann legte sich ihre Tochter auf die Lauer.
Nachbar aus der HölleEr begrabscht BHs und masturbiert am Fenster

Copyright: EXPRESS.de (mit KI erstelltes Symbolbild)
Das maschinell erzeugte Symbolbild zeigt einen älteren Herren, der durch ein Fenster schaut. Elf Jahre lang wurde eine Witwe in England von ihrem Nachbarn sexuell belästigt.
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Über ein Jahrzehnt lang machte ihr Nachbar das Leben der Witwe Margaret Day (79) zur Hölle!
Day lebt in Chaddesley Corbett, einem Dorf bei Kidderminster in der englischen Grafschaft Worcestershire. Laut ihrer Tochter wurde sie elf Jahre lang von ihrem Nachbarn Robert M. (73) belästigt. Nun bekannte sich M. vor dem Amtsgericht in Kidderminster schuldig. Über den Fall berichten mehrere britische Zeitungen.
Es begann mit einem Gefallen
„Das geht jetzt seit elf Jahren so. Rob fing mit Textnachrichten an, als mein Vater noch lebte“, erklärt Tochter Sue Mason-Day (54). „Meine Mutter hatte ihn damals gebeten, sich um ihre Vögel zu kümmern, während sie in den Urlaub fuhren. Und sie erhielt eine Antwortnachricht, in der stand, dass er zustimme, aber nur unter der Bedingung, dass er sich ihre Brüste ansehen dürfe.“
In der anzüglichen Nachricht stand, dass er herüberkommen wolle, wenn ihr Mann, der damals noch lebte, in die Kneipe geht – „um deine Brüste zu sehen“, wie er schreibt. Und weiter: „Ich tue Dinge für dich, also solltest du mich deine Brüste sehen lassen.“ Day fragte, ob das ein Witz sein solle. Sie bat ihn, damit aufzuhören. Schließlich stellte ihr Mann den perversen Nachbarn zur Rede und drohte mit der Polizei.
Nach dem Tod des Ehemanns ging es weiter
Days Ehemann starb dann im Dezember 2014. Nachbar Robert fragte anschließend, ob er zur Beerdigung kommen dürfe. Die Familie lehnte ab. Seine ekelhaften Nachrichten aber hörten nicht auf. Immer wieder belästigte er Day, schrieb unter anderem: „Ich hätte ja deine Mülltonne rausgestellt, aber du weißt, was ich sehen will.“
Später bekam die Witwe auch noch Valentinskarten von einem unbekannten Absender. Sie hätten ihr ein „ungutes“ Gefühl gegeben. Außerdem wolle sie den Nachbarn gegen 5.30 Uhr morgens an ihrem Küchenfenster gesehen haben. Das habe ihr Angst gemacht.
Türklingel-Kamera zeigt ihn, wie er BHs begrabscht
2022 ließ die Familie eine Video-Türklingel installieren. Tochter Sue Mason-Day erklärt: „Ich hatte das komische Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Meine Mutter hält sich wie ein Uhrwerk an ihren Tagesablauf, und ich hatte das Gefühl, dass der Nachbar das wusste“, so die Tochter. „Sie hat mir erzählt, dass er sie ständig beobachtet.“
Die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen, wie Robert M. durch das geschlossene Tor in den Garten seiner Nachbarin geht. Dort hing Wäsche, darunter zwei BHs. „Er hat seinen linken Arm ausgestreckt und beide BHs angefasst. Er schien die Innenseiten der Körbchen zu reiben.“ Die Familie meldete den Vorfall der Polizei. Die Tochter bat die Beamten damals, mit M. zu reden und ihn zu ermahnen. Unter anderem die britische „Sun“ zeigt die Videoaufnahme der Familie.
„Wir haben beschlossen, es zu filmen“
Doch es wurde schlimmer. „Letztes Jahr erzählte mir meine Mutter, dass sie glaube, ihr Nachbar habe eine Puppe in seinem Fenster. Ein paar Tage später merkte sie, dass es der Nachbar selbst war, der nackt in seinem Fenster stand“, sagt Sue Mason-Day. „Ich war mir erst nicht sicher, aber dann haben wir beschlossen, die Szene auf Video festzuhalten.“
Als sie eines Tages zusammen mit ihrer Mutter mit dem Auto losfuhr, hätten beide gesehen, wie M. die Gardinen beiseitezog, dann hätten sie die Aufnahme gestartet. „Sie zeigt ihn völlig nackt, wie er in seinem Wohnungsfenster masturbierte.“ Und weiter: „Als wir es der Polizei gemeldet haben, hat er versucht, es abzustreiten, und gesagt, er habe sich mit Wärmesalbe eingerieben.“
Urteil fällt im Oktober
Zuerst plädierte der Nachbar M. auf nicht schuldig. Später änderte er überraschend seine Aussage und bekannte sich schuldig. Das Strafmaß soll am 19. Oktober verkündet werden.
„Es waren elf Jahre Hölle für meine Mutter“, sagt die Tochter. „Die Leute im Dorf haben sich gegen sie gewandt, weil man ihr vorwirft, sie wolle Rob fertigmachen. Ich finde, es ist Zeit, dass die Leute die Wahrheit erfahren.“ Dabei sei Robert M. früher mit ihren Eltern befreundet gewesen. „Sie haben ihm Essen gebracht, weil er allein war. Er tat ihnen leid. Es ist entsetzlich. Meine Mutter war immer stolz auf ihren Garten, aber jetzt kann sie nicht mehr sorglos darin sitzen.“ (mg)
